>

Verbände und Lehrende sind oft verstrickt in Kommerz, Lobbyismus und Loyalität

Anstatt falsche Lehr-Inhalte zu korrigieren werden Forschungen ignoriert und Fakten kleingeredet

Zudem ist ihr traditionell-esoterischer Moralkodex unvereinbar mit Güte-Kriterien westlicher Erwachsenenbildung

Mein Alternativ-Ansatz schafft ein umfassendes Korrektiv für Fehlentwicklungen wie Fundamentalismus, Folklore und Beliebigkeit

Kern-Bereiche sind Lernen und Lehren nach ideologie-freien Qualitätsstandards, Fakten-Treue, Unabhängigkeit sowie innere Weiterentwicklung

TAI CHI UND QIGONG BEI BURNOUT

✔️ Training der Inneren Widerstandskraft (Resilienz) mit Tai Chi und Qigong: Dr. LanghoffDer DTB e. V. bietet kostenlose Multimedia-Übungen für Prävention und Therapie - s. "QIGONG TAI CHI BURNOUT" in der DTB-Mediathek. Dort auch der Kurs-Kalender für die Kurse. Quelle: Yang-Chengfu-Montage.

RESILIENZ MIT TAI CHI UND QIGONG

Der Verfasser dieser Seite, Dr. Stephan Langhoff ist als Experte für Tai Chi Chuan (Taijiquan) und Qigong einschlägig bekannt und ausgewiesen. Der Geschäftsführer des DTB-Zentralverbandes informiert hier über Wege zur Erhöhung von Resilienz. Die Programme hat der Krankenkassen-Fachberater insbersondere mit Betriebskrankenkassen für Betriebliche Prävention entwickelt.

Es ist eine innere Kraft, die hilft, nach Schicksalschlägen oder Mißerfolgen nicht aufzugeben sondern wieder aufzustehen.

Der Autor gibt eine Einführung in das Thema "Resilienz" und erläutert seine These der Untrennbarkeit von somatischen und mentalen Aspekten.

Der über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkannte promovierte Philologe bietet nicht das in der Esoterik-Szene übliche Martial-Arts-Infotainment sondern nimmt die eigentlich selbstverständliche Sorgfaltspflicht zu seriöser Aufklärung ernst. Der passionierte Forscher distanziert sich von Lobbyismus und quasi-religiösen Glaubensgruppierungen. 

Der DTB-Ausbilder beschreibt, wie Taijiquan- und Qigong-Übungen zum Aufbau dieser "Inneren Kraft" genutzt werden können. Die Techniken sind kostenlos downloadbar auf der Homepage des Taijiquan-Qigong-Dachverbands TCDD e. V..

Zusätzliche individuelle Hilfestellung kann darüberhinaus durch ein persönliches Telefonat mit dem Autor erfolgen. Dr. Langhoff berät Sie gern unter 040 2102123.

 

✔️ RESILIENZ STÄRKEN MIT TAI CHI UND QIGONG

Update: Resilienz mit Qigong und Tai Chi, Update Wuwei s. unten

Resilienz-Training: Tai-Chi-Meister Yang ChengfuWas man heutzutage mit dem trendigen Stichwort "Resilienz" beschreibt, hat mich über die ganzen fünfzig Jahre meiner Beschäftigung mit östlichen Künsten "auf Trab gehalten" - die Bezeichnung selbst kenne ich allerdings noch nicht allzu lange. Das Training in östlichen Künsten ist eine erstklassige "Reslienz-Schmiede", wenn es korrekt, aufbauend und regelmäßig ausgeführt wird. Alle drei Hauptanteile östlicher Künste, also Gesundheitsförderung, Meditation und Kampfkunst, erfordern vom Praktizierenden eine beträchtliche Durchhalte-Fähigkeit. Diese betrifft sowohl die Physis als auch die Psyche. Beide, Körper und Willen, müssen dafür gut entwickelt sein und sich gegenseitig unterstützen. Doch dieses harte "Durchhalten-Müssen" ist nicht jedermanns Sache - viele meiner Sport-Kollegen aus dem Wado-Ryu-Karate sind im Laufe der Jahrzehnte daran gescheitert. In den "weicheren Künsten" wie Tai Chi und Qigong sind die Ausgangsbedingungen entschärfter und daher ist die Abbrecher-Quote auch geringer. Alles in Allem also ein gutes Vorzeichen für diejenigen, die mit diesen Künsten etwas für ihre Innere Widerstandskraft tun wollen.

Widerstandskraft ist im Leben sehr wichtig - und man kann sie trainieren, um eines der bewundernswerten "Steh-Auf-Menschen" zu werden, die, auch wenn sie "am Boden zerstört" sind, nicht liegenbleiben. Ihre Zähigkeit und Zuversicht wird als "Resilienz" bezeichnet. Der Name geht zurück auf das lateinische Verb "resilire", welches "zurückspringen" oder "abprallen" bedeutet.  Als das Gegenteil von Resilienz gilt übrigens Vulnerabilität (Verwundbarkeit). Resilienz ist eine Art "Innere Kraft", die in engem Zusammenhang mit Selbstvertrauen steht.

Mit einer solchen Widerstandskraft biegt man sich zwar aber man zerbricht nicht. Wichtig dabei: Es geht also nicht um Widerstandskraft allein sondern um geschicktes, angepaßtes Verhalten. Die fernöstliche Yin-Yang-Philosophie weist hier den Weg: Eine unbeugsame Eiche mag im Sturm umfallen, während sich ein biegsamer Baum unversehrt bleibt.

Resilienz - die physisch-psychische Widerstandskraft

Meine übergreifende These: Grundsätzlich handelt es sich beim Resilienz-Phänomen oft um eine Kombination von physischen und psychisch-mentalen Anteilen. Eine zergliedernde Trennung macht theoretisch und praktisch keinen Sinn. So sind etwa die häufigsten Schlüsselworte auf Körper und Seele anwendbar: Biegen, zerbrechen, abprallen, zentrieren etc.

Ein besonderer Stellenwert könnte dem Faszien-Training zukommen. Ich meine damit die "verklebten Muster", die vom ganzheitlichen Standpunkt her ja nicht nur die Physis sondern auch die Psyche betreffen können. So gesehen ist das Ziel eine körperlich-geistige Beweglichkeit.

Die Themen "Resilienz" und "Resilienz-Training"  werden zur Zeit auch häufig und intensiv im Zusammenhang mit Tai Chi und Qigong diskutiert. Dabei wirken Gesundheitsförderung, Meditation und Kampkunst ganzheitlich zusammen. Die daraus resultierende Vielschichtigkeit macht die Beschäftigung mit Resilienz so faszinierend und spannend.

 

Viele Menschen möchten ihr Selbstbewusstsein, ihr Selbstvertrauen und ihre Resilienz stärken. Die Ergebnisse der Resilienzforschung machen Hoffnung, daß dies auch gelingen kann. Wissenschaftliche Studien zum Thema Resilienz enthüllen ein breitgefächertes Spektrum an Trainingsmöglichkeiten und Methoden. Gut geeignete Wege sind fernöstliche Kampfkünste - sie stehen traditionell in enger Beziehung zu physischer und psychischer/ mentaler Gesundheit.

Vieles davon findet sich auch im Gesundheitssport - und besonders in chinesischen Entspannungstechniken wie Tai Chi und Qigong. Das ist nicht nur meine Meinung sondern auch  die Einschätzung vieler anderer Fachleute. In China wird ja das alltägliche morgendliche Taijiquan-Qigong-Training verglichen mit dem Aufladen der inneren Kräfte-Batterie, die für mehr Widerstandsfähigkeit sorgt.

Resilienz hat von der Psychologie-Forschung einen technischen Namen bekommen - es ist ein Begriff aus der Werkstoff-Physik. Hier gelten Materialen als resilient, die nach Momenten der extremen Spannung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren. Gute Beispiele sind Gummi, Schwämme oder Bälle. Weitere, im Osten häufig benutzte Bilder sind biegsamer Bambus und die Zähigkeit eines Weinstocks. Für die  Jujutsu-Stilrichtung "Shindo Yoshin Ryu" verweist der Name auf die Biegsamkeit der Weide, die die Schneelast abrutschen läßt und auf solche Art nicht zerbricht.

In der Psyche der Menschen funktioniert das Prinzip ähnlich: Als psychische Resilienz wird die seelische Widerstandsfähigkeit bezeichnet. Es ist die Fähigkeit mit Krisensituationen umzugehen und diese zu bewältigen. Es ist somit die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen. Es sollte klar sein, dass diese Eigenschaft nicht nur in Extremsituationen, sondern auch im Alltag und besonders in der Arbeiswelt hilfreich ist. Mehr noch: Vielen Menschen gelingt es, diese Fähigkeit, Krisen zu bewältigen, durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Antriebskraft für eigene Weiter-Entwicklungen zu nutzen. Die Folge: Resiliente Menschen besitzen eine seelisch hohe Widerstandskraft und Beweglichkeit und sind deswegen gut gewappnet gegen die Angriffe des Schicksals. Diese Stehauf-Menschen erholen sich nicht nur rasch von Schicksalsschlägen, sondern gehen oft noch gestärkt daraus hervor.

Resilienz und Vulnerabilität

Manche Menschen scheint nichts aus der Bahn werfen zu können. Diese Steh-Auf-Menschen verzweifeln nicht sondern wachsen sogar an Krisen. Auch resiliente Menschen sind natürlich verwundbar. Aber sie finden Wege, um mit Widrigkeiten umzugehen.

Andere Menschen hingegen hadern mit Schicksalsschlägen und verlieren den Boden unter ihren Füße. Manche zerbrechen sogar daran. Aber warum verfügen manche über diese innere Widerstandskraft und andere nicht? Das versuchen Psychologen, Pädagogen, Neurowissenschaftler, Genetiker, Säuglings- und Verhaltensforscher zu ergründen.

Die gute Nachricht: Resilienz ist lernbar und lässt sich lebenslang weiter ausbauen!

Resilienz und Sport

Einheit

Offenbar kann man Resilienz lernen. Resilienzforscher sind überzeugt davon, dass resilientes Verhalten trainierbar ist. Sport ist dabei eine gute Option. Am besten sollten schon Kinder damit anfangen. Für Erwachsene sind Tai Chi Chuan und Qigong empfehlenswerte Wege - schon, weil sie den ganzheitlichen philosophisch-kulturellen Hintergrund der Yin-Yang-Harmonie mit sich bringen.

Durch das Treiben von Sport wird die Psyche trainiert den Körper als resistenter und ausdauernder wahrzunehmen.

Dies führt dazu das Situationen in denen die betroffenn Personen einer hohen physischen oder psychischen Belastung ausgesetzt sind diese besser handhaben können durch das neu gewonnene Selbstbewusstsein und die höhere körperliche und geistige Widerstandsfähigkeit.

Besonders im Kampfsport wird man immer wieder an seine Grenzen getrieben und durch Partnerübungen in schwierige Situationen versetzt die man durch Training zu meistern lernt. Dadurch werden das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen gestärkt. Dies erfolgt auch durch die hohe Disziplin und Willenskraft, die man bei einer Kampfsportart aufbringen muss.

 Resilienz-Training mit Tai Chi und Qigong bei Krankenkassen

Bereits ab 1990 hat das Tai Chi Zentrum Hamburg mit Krankenkassen eng zusammengearbeitet. Nach wenigen Jahren hatten sich Kooperationen entwickelt mit AOK, BEK, BKK, DAK, HEK, IKK, KKH, TK AOK. Implizit ging es dabei immer um die Stärkung Innerer Kräfte als Hilfe zur Selbsthilfe - auch wenn der Terminus "Resilienz" damals noch nicht verbreitet war. Besonders bei den Betriebskrankenkassen stießen diese Programme im Rahmen der Betrieblichen Prävention auf viel Anklang.

Resilienz mit Tai Chi und Qigong - einfache Trainingsprogramme

Zum Lehrstoff meiner Lehrerausbildungen gehört auch das Thema "Resilienz", da die chinesischen Künste Tai Chi und Qigong ein effektives Resilienz-Training darstellen. Dies zeigen Langzeit-Evaluierungen des Zentralverbandes DTB e. V. Quelle: Resilienz Tai Chi Qigong. Der wissenschaftliche Nachweis der Wirksamkeit von Übungsprogrammen ist nicht schwer zu führen. Interessanter ist für mich die spannende Frage von sogenannten "selbsterfüllenden Prophezeihungen" und von Placebo-Effekten. Denn vielen Menschen geht es bei ihrem Üben um "gefühlte Fakten" und nicht um wissenschaftliche Studien.

Der für viele Praktizierende wohl bedeutendste Aspekt östlicher Künste ist ihr Vermögen, die "Innere Kraft" oder "Innere Energie" nachhaltig zu stärken, sodass man dem Leben gewappneter und ausgeglichener gegenübertritt - körperlich, seelisch und geistig. Der ruhige Geisteszustand der Zen-Meditation ist einer Wasseroberfläche vergleichbar. Meditation beruhigt die Wellen, sodaß alles unverzerrt widergespiegelt wird. Kommt ein Chinese so spiegelt der Spiegel einen Chinesen - kommt ein Tartare, so spiegelt der Spiegel einen Tartaren. Dahinter steht das buddhistische Konzept des "Rechten Handelns" im richtigen Moment. Der Geist muß dafür "leer" sein also klar und zentriert. Jede Sekunde hat ihr eigenes Recht.

Kostenlose Downloads demnächst hier: Tai Chi Qigong Wolfsburg Braunschweig und Tai Chi Qigong Hannover, Oldenburg

NEUE ONLINE-LEKTIONEN. Für Burn-Out-Kandidaten wurden Methoden zur Steigerung der persönlichen Widerstandskraft entwickelt. Der TCDD e. V. bietet kostenlose Multimedia-Übungen "QIGONG TAI CHI BURNOUT" in der TCDD-Mediathek.

Resilienz mit Tai Chi

Noch mehr als die Taiji-Soloform stärken die Tuishou-Partnerübungen die Innere Widerstandskraft. Ziel ist, trotz der Kraft des Partners stets "im Lot" zu bleiben. Sie nutzen ausgeklügelte Ausweichbewegungen und perfektionieren das Gleichgewichtsgefühl. Diese vollkommene Balance ist auch im Alltagsleben von großem Vorteil.

Resilienz mit Qigong

Die östliche Auffassung der Dreiheit oder besser gesagt der Einheit von "Himmel-Erde-Mensch" mißt der Inneren Widerstandskraft große Bedeutung zu. Das tiefgehende Philosophie-Prinzip betont das Eingebettet-Sein in größere Zusammenhange.

Resilienz mit Qigong

Die japanischen "Nairiki-Kata" des Shindo Yoshin Ryu Jujutsu stammen aus dem chinesischen Qigong. Sie schulen viel von dem, was ein Kampfkünstler traditioneller Prägung brauchte und stellen heute ein hervorragendes Resilienz-Training dar. Für die  Jujutsu-Stilrichtung "Shindo Yoshin Ryu" verweist der Name auf die Biegsamkeit der Weide, die die Schneelast abrutschen läßt und auf solche Art nicht zerbricht. Auch viele Übungen aus dem Wado-Ryu-Karate erfüllen diesen Zweck

Resilienz mit Qigong

Das "Zhan Zhuang (Pfahlstehen)" ist ein besonderes Resilienz-Training. Es wird auch "Stehen wie ein Baum" oder auch "Stehende Säule" genannt. Vorbild sind die uralten mächtigen Kiefern im Huangshan-Gebirge, die trotz des wenigen Erdreichs fest verwurzelt jedem Sturm trotzen. Die Übung schult die Körperstruktur, die Verwurzelung und damit auch die innere Widerstandskraft.

Resilienz mit Faszien-Qigong

Das "Faszien-Qigong" ist ein ausgezeichnetes Resilienz-Training. Wer Tiere beim Dehnen beoachtet, erkennt leicht, wie sie ihre Faszien trainieren. Chinesische Übungsprogramme machen es häufig den Tieren nach. Einzelne Spezial-Übungen fokussieren sich jeweils auf eine Besonderheit des kollagenen Netzwerks.

Die früher oft gering geschätzen Faszien sind verantwortlich für die Widerstandskraft und bilden somit die Basis für vitale Spannkraft und körperliche Fitness. Ein gut trainiertes Bindegewebe weist erstaunliche Merkmale auf: Es ist nicht nur elastisch und dehnbar sondern auch reißfest und kräftig. Ein gesundes Fasziennetzwerk ist resilient – das bedeutet, es zeichnet sich durch eine große Flexibilität bei gleichzeitig hoher Belastbarkeit aus.

Resilienz und Kampfkunst 1

Das "Fit-Sein fürs Leben" und die psychische Gesundheit läßt sich mit fernöstlicher Kampfkunst sehr gut steigern.

Zum Thema "Resilienz und Kampfkunst" fällt mir spontan das sogenannte "Gelassenheitsgebet" von R. Niebuhr ein, in dem gebeten wird um Kraft, Dinge zu ändern, die man ändern kann, Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die unvermeidbar sind - und um die Weisheit, beide von einander zu trennen. Doch dieses "Entweder-Oder" geht am Wesentlichen m. E. vorbei.

Kampfkunst-Meister gehen mit Resilienz m. E. viel subtiler um als normale "Steh-Auf-Menschen. Sie haben vielfältige Alternativen zum "Hinnehmen des Unvermeidbaren" - und sollte es dazu kommen, etwa dem Tod, dann nehmen sie ihn an wie etwa im Samurai-Kodex festgelegt. Beim Thema Resilienz habe ich als Vorbild Kampfkunst-Meister wie H. Otsuka, Y. Takamura, T. Kono oder T. Threadgill. Sie alle widerlegen die These von Yang Chengfu, daß "Innere Kampfkunst" und "Innere Kraft" eine Taijiquan-Domaine seien.

Zur Erklärung wiederhole ich zunächst meine These der somatisch-mentalen Einheit. Sie beruht auf der japanischen Budo-Maxime der Körper-Geist-Einheit (Shinyi Itchinyo). Wer körperlich im Kampfkunst-Training immer wieder an seine Grenzen geht, gewinnt ja nicht nur körperliche Widerstandskraft sondern auch "innere" also mentale Unbeugsamkeit. Man denke an Begriffe wie "gewappnet sein" des "Eisenhemd-Qigong".

Ich favorisiere die "Yin-Yang-These", d. h. für mich ist Niebuhrs "Weisheit" in Ordnung - aber "Kraft" und "Gelassenheit" haben für mich eine "sowohl-als-Auch-Komponente" und damit einen zeitlichen Zusammenhang. Man kann ja Dinge zunächst durch Ausweichen hinnehmen und dann durch den folgenden Gegenangriff ändern. Dies ist ja auch gängige Leitlinie im Judo, Aikido und die oben erwähnte Jujutsu-Stilrichtung "Shindo Yoshin Ryu": Der Name fokussiert auf die Biegsamkeit der Weide, die die Schneelast abrutschen läßt und auf solche Art nicht zerbricht. Auch der biegsame Bambus ist dafür eine exzellente Metapher. E. Herrigel beschreibt den Bezug des menschlichen Handelns zur Natürlichkeit (s. a. Wuwei und Spontaneität):

 «Unterlassen Sie es doch, an den Abschuß zu denken», rief der Meister aus. «So muß er mißlingen!» «Ich kann nicht anders», erwiderte ich, «die Spannung wird geradezu schmerzhaft.»  «Nur weil Sie nicht wahrhaft losgelöst von sich selbst sind, spüren Sie es. Sie können von einem gewöhnlichen Bambusblatt lernen, worauf es ankommt. Durch die Last des Schnees wird es herabgedrückt, immer tiefer. Plötzlich rutscht die Schneelast ab, ohne daß das Blatt sich gerührt hätte. Verweilen Sie ihm gleich in der höchsten Spannung, bis der Schuß fällt. So ist es in der Tat: wenn die Spannung erfüllt ist, muß der Schuß fallen, er muß vom Schützen abfallen, wie die Schneelast vom Bambusblatt, noch ehe er es gedacht hat.» Eugen Herrigel: Zen in der Kunst des Bogenschiessens, Bern u. a.: O.W. Barth Verlag, 1986, S. 60 ISBN: 3596160979

Resilienz-Training und Kampfkunst 2

Besonders im Kampfsport wird man immer wieder an seine Grenzen getrieben und durch Partnerübungen in schwierige Situationen versetzt die man durch Training zu meistern lernt. Dadurch werden das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen gestärkt. Dies erfolgt auch durch die hohe Disziplin und Willenskraft, die man bei einer Kampfsportart aufbringen muss. 

Kampfkunst, wie ich sie verstehe, sollte immer an den Fakten orientiert sein - nicht an den lediglich "gefühlten Fakten". Eine realistische Einschätzung ist allemal besser als Selbsttäuschung, wie sie bei manchen "Tai-Chi-Meistern" auftritt, wenn sie kämpfen. Auch sei hingewiesen auf die Kämpfer des chinesischen Boxer-Aufstandes, die glaubten, sie seien durch ihre Meditation sogar kugelfest ...

Korrekt betriebenes Kampfkunst-Training erschließt das Optimum der eigenen Möglichkeiten. Der überlieferte Schwertkunst-Weg der Samurai ist ein gutes Beispiel - man denke nur an den Meister Shinmen Musashi.

Resilienz und Wuwei

"Wuwei" ist ein Kernbegriff der Kampfkünste und des Buddhismus überhaupt. Auch im Daoismus stellt diese Art von "Handeln-Nichthandeln" ein hohes Ziel dar. Die dafür erforderliche Spontaneität, Ursprünglichkeit und Natürlichkeit beinhaltet bereits eine gehörige Portion Widerstandskraft. Diese "eingebaute Resilienz" kann man durch Training zu einer unerschöpflichen Kraft-Quelle entwickeln - so die Philosophie des fernöstlichen kulturellen Hintergrundes.

 

TT-Rhein

Sie lernen anhand neuer Bewegungs-, Denk- und Verhaltensmuster kombiniert mit Faszientraining "verklebte" Muster wieder in einen elastischen Zustand zu bringen und aktivieren frische Lebensenergie.

Sie erkennen Möglichkeiten, um in schwierigen, angespannten Phasen schnell wieder handlungsfähig zu werden, erarbeiten individuelle Lösungsansätze und Perspektiven für die Zukunft. Sie erreichen ein auf lange Sicht ausbalanciertes Berufs- und Privatleben, von dem Sie und Ihr Unternehmen unmittelbar profitieren. Zielgruppe Alle Personen, die ihre natürliche Widerstandskraft in belastenden Situationen stärken möchten.

Inhalte

Von Steh-auf-Menschen und Bambus-Qualitäten Alte Muster - neue Muster Die sieben Säulen der Resilienz Auftanken und gesunde Distanz gewinnen Statt den inneren Druck erhöhen: Lösungsvarianten im Visier Typische Widersacher gegen Resilienz identifizieren Faszien und ihre Bedeutung für Körper und Wohlbefinden Mit einfachen Übungen viel erreichen: Faszien-Übungen für den Arbeitsalltag

 

Ziel muß sein, die psychische Gesundheit zu erhalten. Dazu gehört auch Entstehung von Gesundheit, Widerstandsfähigkeit, Bewältigungsstrategie und Selbsterhaltung.

 

Psychische Resilienz und somatische Resilienz

a

Siehe meine Artikel zum Thema Qigong Tai Chi Resilienz im Beruflichen Alltag und im Privatleben. Update: Betriebliche Prävention, Burnout, Innere Balance.

boelts-Interview

https://www.psychologie-ausbildung.com/interview-mit-dr-phil-johann-boelts-universitaet-oldenburg-ptch

Unter Qigong versteht man die Fähigkeit, die eigenen Potentiale entfalten und für das alltägliche Leben wirksam werden lassen zu können. Um diese Kompetenz aufzubauen und zu erhalten, werden in der Ausbildung u.a. Übungen eingesetzt, die sich regulierend auf Haltung und Bewegung, auf die Atmung und auf die mentale und emotionale Aktivität auswirken. Keine Übung trainiert ausschließlich einen Aspekt, alle drei werden immer gleichermaßen geschult. Tatsächlich wird im Qigong, wie in der chinesischen Medizin auch, dem geistigen Bereich die größte Bedeutung für ein gutes Leben zuerkannt. Selbstregulation, Selbstfürsorge und Selbstkultivierung – also Selbststärkung in einem umfassenden Sinne ist der Inhalt der Qigong-Übepraxis, die dazu befähigt, die Anforderungen und Herausforderung des Lebens selbstwirksam handhaben zu können.

Hinweisen möchte ich auf die Qigong Fachgesellschaft, die einige der hier an der Uni aufgebauten Arbeitszusammenhänge fortführen wird.