>

Verbände und Lehrende sind oft verstrickt in Kommerz, Lobbyismus und Heilslehren

Anstatt falsche Lehr-Inhalte zu korrigieren werden Forschungen ignoriert und Fakten kleingeredet

Zudem ist ihr traditionell-esoterischer Moralkodex unvereinbar mit Güte-Standards westlicher Erwachsenenbildung

Mein Alternativ-Ansatz schafft ein umfassendes Korrektiv für Fehlentwicklungen wie Fundamentalismus, Folklore und Ignoranz

Mein Markenkern ist Lernen und Lehren nach ideologie-freien Qualitätsstandards, Fakten-Treue, Unabhängigkeit sowie innere Weiterentwicklung

Tuishou (Push Hands) - Deutschland-Seite

Dieser Pushhands-Artikel beleuchtet die ganze Bandbreite des "Händeschiebens (Tuishou)" aus ideologie-freier Sicht. Der Autor, Dr. Stephan Langhoff, ist keiner chinesischen Dynastie zu Loyalität und Gehorsam verpflichtet. Hier beschreibt der DTB-Ausbilder wichtige Tuishou-Themen in Forschung, Unterricht und Lehre. Sein Artikel ist in 10 Kapitel gegliedert und beinhaltet auch zwei Exkurse. Dr. Langhoff ist international bekannt und als Experte auf seinen Fachgebieten einschlägig ausgewiesen. Dazu gehört ein ganzes Spektrum an Tuishou-Routinen. Eines seiner Verdienste ist die De-Mystifizerung der "Qi-Energie".

Dr. Langhoff hat 50 Jahre Erfahrung mit östlichen Künsten. In seinem Amt als DTB-Geschäftsführer hat der Karate-Dan-Träger umfängliche Erfahrungen sammeln können mit Vertretern von Organisationen der Kampfkunst und des Kampfsports. Ein tragischer Mechanismus: Ihre eigenen Ressentiments verbauen ihnen die richtigen Entscheidungen und haben zu einem Stillstand in ihrer Gemeinschaft geführt. Ihre traditionell verankerte Doktrin des "Primats der Inneren Kampfkunst Taijiquan" und der Nimbus von Unbesiegbarkeit bilden bis heute einen rückwärts-gewandten Duktus, der eigentlich leicht als solcher erkennbar ist.

Update "Tuishou / Push-Hands / Meister"

Ich werde häufig befragt zum Thema "Meisterschaft" und das hat seinen Grund zum einen darin, daß ich über meine persönlichen Kontakte zu chinesischen Pushhands-Meistern ja recht rückhaltlos offen berichte und zum anderen in meiner wisssenschaftlichen Prägung, die auf Esoterik-Folklore verzichtet. Für viele Fragende ist dies offenbar seriöser als die gängigen geschönten "Hofberichtserstattungen" der Community. Was man wissen sollte:  "Tuishou-Meister" ist keine klar definierte Auszeichnung - die "Meisterschaft" liegt ganz klar im Auge des Betrachters. Zudem distanziere ich mich von dem heutigen verwässerten "Hände-Schiebens" mit seinen seltsam-schematischen Reglements. Ich habe dies hier detailliert erklärt Push-Hands-Meister Hamburg.

Push-Hands-Ausbildungen deutschlandweit

PPush-Hands-Unterricht in Deutschland ist je nach Lernziel und Zielgruppen sehr unterschiedlich strukturiert. Die Qualität der Ausbilder variiert stark. Gleiches gilt für Lehrer-Ausbildungen. Wie groß die Unterschiede in Kompetenz, Umfang, Methodik und Didaktik sind, zeigt eine vergleichende Dokumentation des DTB-Dachverbandes, in der Gemeinsamkeiten und Unterschiede analysiert werden.

Mein Highlight: Eine kombinierte Lehrerausbildung für Tai Chi Chuan und Qigong ab 29,90 Euro pro Monat? Bei einer Schule mit dreißigjähriger Efahrung und mit Prüfsiegel Weiterbildung Hamburg) Und mit einem DTB-Ausbilder mit fünfzigjähriger Erfahrung mit dem Übungsgut. Wie kann das alles sein - ein solches Angebot für Lehrerausbildung scheint unglaublich - und dann noch mit Kassenzertifizierungl und als Bildungsurlaub (!) ... Das vermutlich eintretende Bauch-Gefühl "was billig ist, kann nicht gut sein" wird beim DTB anschaulich und eindrucksvoll widerlegt! Infografiken, Terminkalender und die Zahl der freien Plätze bei der "DTB-Lehrerschmiede Deutschland". (Quelle: Push Hands Ausbildung).

Yin-Yang-Philosophie

Yin-Yang-Philosophie: Tuishou (Pushing hands) - Dr. Langhoff erklärt Auch bei den Tuishou-Routinen gilt selbstredend das "Yin-Yang-Prinzip" mit seiner ganzheitlichen Philosophie des stetigen Wandels. Viele scheitern genau an diesem Punkt. Gemäß dieser Yin-Yang-Einheit lassen sich beide Partner mit einem vierfüßigen Tier vergleichen. Bei vielen komplexeren Tuishou-Bewegungsschleifen führen beide unterschiedliche Bewegungsmuster aus, die sich komplementär ergänzen wie die Taiji-Monade. Gemäß deren "Augen" gebiert das eine das andere in einem beständigen Wandel. Dabei bedingt die Sinus-Kurve ein stetig-dynamisches Anschmiegen und Anpassen mit höchster Präzision und Flexibilität.

Lesetipp: "Sung-Entspannung als "Supraleiter

Ich veranschauliche die Ganzkörper-Verkettung der  "Sung-Entspannung" gern mit der Metapher eines "Supra-Leiters", in dem ein ungebremster Fluß ohne Reibungsverluste besteht. Zum einen ermöglicht er beim Fajin eine vollständige Energie-Durchleitung ohne Einbußen und zum andern ermöglicht er beim Tuishou ein höchst empfindsames "Hören" der Partner-Strategien und seines Kraftflusses. Quelle: Sung-Entspannung für Innere Kraft..

DTB als Korrektiv für Beliebigkeit der Szene

Das DTB-Korrektiv basiert auf einer "Communty mit Weitblick". Die Taiji-Qigong-Szene hierzulande hat "Beliebigkeit" zu ihrem Fetisch erhoben - sarkastisch könnte man sagen, sie ist in "professioneller Vagheit" geeint. Doch niemand sollte sich mit solcher "kalkulierten Ignoranz" zufrieden geben (s. dazu DTB-Glossar und DTB-Personen-Register). Der DTB empfiehlt Praktizierenden und Lehrenden gleichermaßen, stets "über den Tellerrand zu blicken" und Begriffe klar zu definieren! Gerade Lehrende sollten verantwortungsvoll ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen und ihren Wissensstand kontinierlich und unvoreingenommen überprüfen. Statt Esoterik-Folklore, Infotainment und Lobbyismus sollte ideologie-freier Faktencheck Priorität genießen. Dabei helfen die DTB-Infomaterialien, Fach-Fortbildungen und Nachschulungen. Die große Nachfrage zeigt den bundesweiten Bedarf!

 

Push-Hands (chinesisch "Tuishou (Hände schieben)"

Gliederung des Artikels:

 0. Einführung

1. Push-Hands-Definition in Wikipedia und Push-Hands-Irrtümer

2. Push Hands / Tuishou in Verbänden

3. Push-Hands-Routinen im DTB-Zentralverband

4. Push-Hands-Ausbildung leicht gemacht

5. Push-Hands-DVDs mit Fajin-Entladung

6. Tuishou und Innere Kampfkunst Taijiquan

7. Push Hands im größeren Kontext

8. Dalü-Routine (Großes Ziehen)

9. Faszien-Qigong, Fajin und Tuishou

10. Das japanische Karate und Jujutsu

Exkurs 1: Graduierungen: Tuishou-Meister, Taiji-Dynastien und Wushu-Verbände

Exkurs 2: Tuishou-Unterricht in Hamburg mit Dr. Langhoff

0. Abstract / Einführung

Mit dem Tuishou-Thema sind wir mittendrin im Herz des Tai Chi Chuan - und des Qigong. Denn bei der Tuishou-Thematik geht es im Endeffekt um den Einsatz der "Qi-Energie (Fajin)". Der Tiefgang, den ich hier erreichen möchte, manifestiert sich in der Methodik des "Richtig Lernens und Lehrens", die ich an anderer Stelle beschrieben habe.

Push-Hands (chinesisch "Tuishou (Hände schieben)"

Auf die Frage "Was ist Tuishou (Push Hands)" gibt es unterschiedliche Antworten - je nachdem, wen man fragt. Ein Großteil der in der Community angebotenen "Erklärungen" ist leider in hohem Maße unqualfiziert - und sagt mehr über den Urheber aus als über die Sache selbst. Angesichts der Irrtümer,  Irrlehren, Halbwahrheiten und der mangelnden Kenntnisse in der Szene möchte ich im folgenden gern einen Beitrag leisten  zur Beschreibung dieses überaus faszinierenden Themas. Auch beim Pushing Hands sichert meine Methodik des "Richtig Lernens und Lehrens" das tiefere Verständnis und den Lernerfolg. Ein Großteil entscheidender Fragestellungen ist übrigens recht einfach zu klären, wenn man sich unvoreingenommen damit auseinandersetzt.

Es lohnt sich also allemal, genauer hinzuschauen und kritische Fragen zu stellen.

1. Push-Hands-Definition in Wikipedia

Viele schöpfen ihr "Tuishou-Fachwissen" offenbar aus den Klischees des Internets beispielsweise der Wikipedia-Definition, die bekanntlich jeder mitbestimmen kann, auch wenn sein Blick durch keinerlei Sachkenntnis getrübt ist. Wikipedia selbst scheint diese "Beliebigkeit" und die daraus resultierenden Irrtümer auch peinlich zu sein, denn bei etlichen Einträgen dieser Art wird auf fehlende Nachweise und eine mögliche Löschung hingewiesen. Doch dies ist offenbar nur ein Feigenblatt - und so warten wir weiter auf die Löschung, denn Belege für Fantasien gibt es bekanntlich nicht!

Rasch findet "Wiki Mob-Rule-Spin" den Weg in die Echo-Kammern der "Tuishou-Experten" - nicht zuletzt bestimmt durch die angemaßte Deutungshoheit interessierter Taiji-Kampfkunst-Kreise, die mit ihrer Esoterik-Folklore eine vermeintliche Sonderstellung reklamieren möchten. Ihr Top-Protagonist ist kein geringerer als Altmeister Yang Chengfu persönlich, der befangen im damaligen Zeitgeist Taijiquan bekanntlich als einzigen Weg zur Unbesiegbarkeit bewarb und als erfolgreiches Geschäftsmodell in weiten Teilen Chinas verbreitete.

Die in solchen "Filterbubbles" vorherrschenden Erzählmuster kritisiere ich, denn sie lassen jeglichen Realitätsbezug vermissen. Man kann sie folgendermaßen zusammenfassen:

Tuishou (chinesisch 推手, Pinyin tuīshǒu, englisch Push Hands ‚Schiebende Hände‘), bezeichnet eine grundlegende Partnerübung, die nur in Stilen innerer Kampfkunst wie Taijiquan vorkommt. Tuishou entstammt dem Chen-Stil-Taijiquan, aus dem alle anderen Stile erst entstanden sind. Beim Tuishou verzichtet man auf Muskelkraft und nutzt stattdessen "Sung-Entspannung". Durch die gelockerte Körperstruktur fließt die innere Kraft "Qi", deren Fajin-Entladung den Partner wegschleudert.

Es stehen sich zwei Partner gegenüber und berühren einander an den Armen und Händen. Man siegt durch Nachgeben; das bedeutet, daß die Weichheit der Härte stets überlegen ist. Im Push-Hands-Training lernt man, die durch das Üben der Solo-Form erarbeiteten Prinzipien auch im Partner-Kontakt umzusetzen. Geschult werden u. a. Wahrnehmung, Flexibilität, Ganzkörper-Einsatz und ein fester Stand. Das "Pushen" gilt als Lackmus-Test für die Beherrschung "Innerer Qi-Kraft", die allen "externen Kampfstilen" weit überlegen ist.

Meine Kritik an den gängigen Push-Hands-Mantras

Ich bin der Meinung, daß solche oberflächlich-romantischen Definitionen und Darstellungen ungesichert und in großen Teilen falsch sind. Ihr Ziel fundierter Aufklärung verfehlen sie somit bei weitem. Mehr noch: Sie bilden eine Sackgasse, die den realistischen Blick auf die wahre Tiefe und die "Essentials" solcher Partnerübungen verstellt. Jedenfalls vom Blickwinkel traditioneller Wushu-Philosophie des Siegens. Slogans von "Folgen", "Anhaften / Kleben", "Ableiten" und "sich selbst aufgeben" lenken von wesentlich entscheidenderen Prämissen asiatischer Kampfkunst ab. Tuishou verstanden als "klebende Hände" setzt fatalerweise erst zu dem Zeitpunkt ein, in dem der Kampf längst hätte beendet sein sollen. Ich jedenfalls vertrete pragmatischere Maximen wie die, daß möglichst bereits der erste Körperkontakt über Sieg oder Niederlage hätte entscheiden sollen. Die Esoterik-Narrative chinesischer Taiji-Dynastien bedienen fragwürdige Klischee-Vorstellungen. Sie sind für mich ganz sicher keine Lösung sondern ein Teil des Problems./p>

Laien lassen sich leicht vereinnahmen durch spektakuläre "Tuishou-Shows", Tricks und Kulissen-Schieberei angeblicher Push-Hands-Meisterschaften. Denn eines sollte jedem klar sein: Die Faszination beruht nicht auf Magie und ist auch keine rätselhafte Super-Kraft. Nicht einmal der esoterische Qi-Begriff des Wushu ist für Erklärungen notwendig. Eine wichtige Rolle in Theorie und Praxis spielen z. B. die Faszien, die Körperstruktur, die Eigenwahrnehmung und die Atmung. Dreh- und Angelpunkt ist die optimierte Körper-Geist-Einheit, wie sie z. B. Altmeister Yang Chengfu in seinem sechsten Taiji-Prinzip anschaulich erklärte.

Update: Der neue Pushing-Hands-Artikel von Dr. Langhoff beschreibt weitverbreitete Fehleinschätzungen und längst widerlegte Vorurteile zur "bekanntesten und wichtigsten Taijiquan-Partnerübung". Wohl in keinem Bereich des Taijiquan und Qigong ist der "Guru-Nimbus" mit seinen Klischees und Irrtümern tiefer verwurzelt als im Tuishou. Protagonisten von Heilslehren und Lobbyisten unterschiedlichster Couleur malen ihre geschönten Qi-Welten von Esoterik-Folklore, vorgeblicher Unbesiegbarkeit und Show-Spektakel, das um so mehr beeindruckt je besser die Partner des Meisters mitspielen. Vielleicht sind ja deswegen unter den Push-Hands-Lehrern so viele aus dem Theater-Bereich und so wenige gute Kampfkünstler? Siehe dazu die Artikel-Review: Push Hands (Tuishou Hamburg & deutschland-weit). Dort auch Infos für Existenzgründer zu Trainer-Honoraren in Sportvereinen und Kampfkunstschulen.

Push-Hands-Irrtümer

In meinem Unterricht thematisiere ich selbstverständlich auch das umfangreiche Spektrum von Irrtümern, Irrlehren, Mißverständnissen im Tuishou, um meine Schüler möglichst umfassend zu schulen. Das Thema der Irrtümer wird woanders allerdings nicht für wichtig gehalten. Sucht man etwa in Google danach, so werden Push-Hands-Seiten gelistet, in denen diese Thematik gar nicht vorkommt - mit dem bezeichnenden Hinweis "Es fehlt: irrtümer". Doch die rege Nachfrage bei mir zeigt den weiterhin großen Bedarf (s. dazu auch den Bezug zu den "Taiji-Essentials" hier: Tai-Chi-Prinzipien / Tuishou / Push-Hands-Irrtümer). Update hier: Kampfkunst / Tuishou / Push-Hands-Irrtümer.

2. Push Hands / Tuishou in Verbänden - eine DTB-Besonderheit

Wenngleich Push Hands seine einstige Strahlkraft immer mehr verliert, so sollte man sich dennoch mit den Partnerübungen intensiv befassen. Eine besondere Rolle kommt dabei den Organisationen des Tai Chi und Qigong zu. Der DTB ruft auf zu mehr Transparenz und stilart-übergreifenden Standards.

Tuishou-Trainer ist bekanntlich kein Beruf und eine allgmein anerkannte Lehrerausbildung gibt es hierzulande auch nicht - im Gegenteil herrscht eine beträchtliche Intransparenz, die durch die Heilslehren und Lobby-Verbände noch verstärkt wird. Vergleiche der Qualität gestalten sich insbesondere für Laien schwierig. Der DTB distanziert sich u. a. von sogenannten "Traditionellen Push-Hands-Ausbildungen".

Bekanntlich propagieren zahlreiche Organisationen für Heilslehren und Lobby-Verbände im Bereich Taijquan und Qigong sehr einseitig-voreingenommene Auffassungen, die zudem zahlreiche leicht korrigierbare Irrtümer enthalten. Ihre Protagonisten deklarieren dieses Defizit gern als "traditionelle innere Kampfkunst" - und fremdeln bei Faktencheck und ideologie-freier Forschung. Doch immer mehr Praktizierende erkennen diese Unsitte als Irrlehre und damit als Sackgasse.

Entsprechend lautet ein immer wiederkehrendes anerkennendes Lob aus der DTB-Community: Beim DTB-Dachverband wird vieles im Detail erklärt und erörtert, was man bei anderen Vereinigungen so garnicht sagen darf, weil es nicht "ins Bild paßt". Und da ist etwas dran, denn der DTB-Dachverband setzt dem gängigen Guru-Nimbus und der enschränkenden "politischen Korrektheit" höchst erfolgreich sein Korrektiv entgegen, das ohne solche "blinden Flecke" auskommt.  Der DTB ist geprägt von einer "Community mit Weitblick". Durch die Allianz mehrerer namhafter Organisationen ist sie gerade in letzter Zeit erheblich gewachsen./p>

3. Push-Hands-Routinen im DTB-Zentralverband

Das chinesische Tuishou bedeutet "Schiebende Hände" und gehört nicht ausschließlich zum Taijiquan sondern zum Qigong, denn es geht dabei ja immer um "Jin" und "Fajin" also den Einsatz Innerer Energie "Qi". Die Entwicklung dieser Inneren Kraft kann durch zwei unterschiedliche, sich ergänzende Methoden trainiert werden - mit Partner und ohne Partner. Die signifikante Gemeinsamkeit ist die möglichst vollständige geistig-körperliche Entspannung (chinesisch SUNG). Wichtig zu wissen: "Sung" ist lediglich die Methode und nicht das Ziel. Bei beiden Wegen gelten die Tai-Chi-Prinzipien. Sie stammen aus den "Saltshop-Manuals" und wurden seinerzeit von den Taiji-Meistern Wu Yuxiang und Yang Luchan weiterentwickelt zur Umsetzung im Training und in der Selbstverteidigung.

Während die ´Taiji-Solo-Form geeignet ist, "sich selbst zu kennen" dienen Tuishou-Partnerübungen vorrangig dazu, das Gelernte umzusetzen und "den anderen zu kennen" - und zwar ohne dass der Andere einen selbst kennt. Strategie und Taktik werden an die jeweilige konkrete Situation angepasst, denn Ziel ist "Wu-Wei", die Präsenz in der Gegenwart und die "mentale Kontinuität", ohne den Partner-Kontakt zu verlieren. Eminent wichtig ist der strukturiert-aufbauende Plan, damit keine Zwischenschritte ausgelassen werden. Denn sonst kann das hoch gesteckte Ziel, mit Weichheit die Stärke zu überwinden, nicht erreicht werden.

Das "Händeschieben" erfordert u. a. Achtsamkeit, Flexibilität, Entspannung und Spontaneität. Entscheidend ist de Bereitschaft nachzugeben, ohne jedoch seine Ziele aufzugeben. Dieses "Essential" zu verstehen und zu realisieren ist besonders für Männer oft schwer. Doch gerade ihnen hat eine diesbezügliche Erfahrung viel zu bieten: Die Vorteile des Yin-Yang-Prinzips. Dies befördert den Lernerfolg nachhaltig.

"Fajin" und "Tuishou (Pushhands)" - die neue gemeinsame Sparte im DTB-Dachverband

Die neue Sparte im DTB-Dachverband heißt "Fajin und Tuishou (Pushhands)". Das Besondere dieser neuen Abteilung, die aus zwei Arbeitskreisen hervorging, ist die übergeordnete Sehweise zu zwei zentralen Fachthemen chinesischer Kampfkünste wie Taijquan. Durch die innovative Zusammenlegung können Gemeinsamkeiten und Unterschiede besser erkannt und genutzt werden. Durch diesen "Blick über den Tellerrand" ergeben sich häufig neue Zusammenhänge ein. Ein zentrales Thema ist "Resilienz". Weiterlesen: http://www.tai-chi-qigong-verband.de/fajin-tuishou.html.

4. Push-Hands-Trainer Ausbildung leicht gemacht

Wer Tuishou erlernen möchte, um es weiterzugeben, muß wissen, das die Qualität der Ausbilder sehr unterschiedlich ist, denn es gibt keine allgemein anerkannten Standards für "Innere Kraft" oder "Sung-Entspannung". So mancher Anbieter hat ganz einfach zu früh mit seiner eigenen Ausbildung aufgehört und setzt nur rohe Muskelkraft ein - eigentlich ein absolutes "No-Go" im Tuishou. Wer beispielsweise eine eigene Schule gründen möchte, sollte sich im Vorwege gründlich informieren. Angesichts der vielen Scharlatane, irreführenden "Tuishou-Shows" und plumpen Tricks sind Laien damit allerdings oft überfordert. Um so wichtiger ist es, sich bei der Wahl der geeigneten Schule fachkundige Beratung einzuholen.

4.1. Tuishou Richtig Lernen und Lehren

Von den gängigen Lehrerausbildungen hebt sich meine Methodologie des "Richtig Lernens und Lehrens" prägnant ab. Meine Push-Hands-Lehrerausbildung kostet auch nichts extra sondern ist integriert in die bundesweiten Taiji-Qigong-Ausbildungen des Dt. Taichi-Bundes. Schritt für Schritt werden die einzelnen Übungsfolgen dabei internalisiert - jeweils mit wechselnden Partnern und mit unterschiedlichen Stellungen.

4.2. Die Rolle des Partners als Angreifer und Verteidiger

Der anspruchsvollen Partnerrolle gerecht zu werden ist nicht einfach. Viele scheitern daran, ein "Hilfsmittel für den anderen" zu sein und bloßes "Folgen" und "Kleben" zu üben. Auch beim Tuishou gilt selbstredend das "Yin-Yang-Prinzip" und seine ganzheitliche Philosophie. Die Rollen des Agierenden und des Reagierenden wechseln zwar, aber sie sind klar unterschieden - sowohl in der Körperarbeit als auch in der geistigen Haltung. Diese Struktur gilt es, stetig zu verfeinern und zu vervollkommnen. Es geht sozusagen, um die "höchste Einheit" gemäß der Taiji-Monade - der Partner wird nicht als Gegner gesehen sondern als notwendiger Gegenpart.

4.3. Push-Hands-Curriculum im DTB-Dachverband

Zu den Tuishou-Routinen des DTB-Dachverbandes gehören vertikaler Kreis, horizontaler Kreis sowohl einhändig als auch zweihändig. Ich lehre die Bewegungsschleifen sowohl im Taiji-Grundstand als auch im Bogenschritt. Im Rahmen der zugrundeliegenden Yin-Yang-Methodik trainieren wir sowohl die Angreifer-Rolle als auch die Verteidiger-Rolle intensiv. So können die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede präzise herausgearbeitet und differenziert werden. Teil meines Curriculums sind auch die Dalü-Schrittfolgen, die Nairiki-Kata und weitere Aufbau-Übungen zur Entwicklung der Inneren Kraft. In meinem Hamburger Push-Hands-Unterricht achte ich darauf, daß jeder mit wechselnden Partnern trainiert.

5. Push-Hands-DVDs mit Fajin-Entladung - kostenlose Downloads

DVD Push Hands (Tuishou) zum Selbststudium und Training zuhauseDer DTB-Ausbilder Dr. Langhoff stellt hier seine Push-Hands-DVD vor. Sie wird durchweg mit der Bestnote beurteilt. Die Bewegungsschleifen der Tuishou-Partnerübungen kann jeder auch zuhause erlernen. Zahlreiche Lektionen sind zum kostenlosen Download auf der Homepage des DTB-Zentralverbandes veröffentlicht.  Training auf den Push Hands Treffen täglich auf den Seminarwochen mit Techniken renommierter chinesischer Großmeister wie Yang Chengfu, Yang Shouchung, Fu Zhongwen, Fu Shengyuan, Chen Weiming und Yearning K. Chen. Ein faszinierender Tuishou-Bereich ist das Dalü. Zusätzlich zu den bestehenden Push Hands DVDs wird eine spezielle Dalü-DVD erstellt zur Stilrichtung von Yang Chengfu. Dr. Langhoffs Lehr-DVDs werden durchweg mit Top-Noten bewertet. Bildquelle: Tuishou-DVDs (Push-Hands-DVDs).

Push-Hands-DVDs kostenlos downloadbar

Push Hands Ausbildung beim Tai Chi ZentrumPush-Hands-DVD mit Dr. Langhoff DTB-AusbilderDr. Langhoff: Ich habe im Laufe der Jahrzehnte mehrere Tuishou-DVDs für das Heimstudium produziert, die auch kostenlos downloadbar sind. Dabei habe ich Techniken gelehrt, die ich von den Meistern Fu Zhongwen und Fu Shengyuan gelernt habe. Dazu zählt auch das "Große Ziehen (Dalü)". Diese Routinen gehörten bereits zum Curriculum von Altmeister Yang Chengfu (3. Generation Yang-Familie). Bekannt wurden sie u. a. durch Videos mit Fu Zhongwen und die Fotos von Yearning K. Chen. Auch die Dynamik der "Fajin-Entladung (Explosivkraft)" wird gelehrt. Ein interessantes Beispiel ist das "Kerzen-Löschen" (s. Fajin Lernen). Aus didaktisch-pragmatischen Gründen gibt es getrennte Lektionen für die Angreifer-Rollen und die Verteidiger-Rollen. Auf meinen Lehrgängen wird dann das Zuhause Geübte korrigiert und vertieft. Auch anatomisch-physiologische Aspekte der Körperstruktur werden auf Seminaren gelehrt.

Meine Kampfkunst-Anwendungen in der Selbstverteidigung

Auch Tai-Chi-Adepten, die nicht tiefer in die Pushing-Hands-Routinen einsteigen wollen, sollten sich ein Bild machen können von den historischen Vorläufern der Taijiquan-Form, also dem Tuishou. Sie können dann das Wesensmerkmal der Weichheit und Flexibillität ihrer Kunst besser verstehen. Entsprechendes gilt für die "Fajin-Entladung".

Im Unterricht zeige ich immer wieder die kämpferischen Anwendungen am Partner. Meine Schüler bekommen so ein Verständnis für die Bewegungsfolgen der Solo-Form, bei denen Angriffe und Verteidigungen ja durchweg ineinander übergehen. Menschen ohne Kampfkunst-Hintergrund können dies nur schwer im Detail erkennen.

Ich demonstriere auf diesem alten Film die einzelnen Stellungen der Yang-Chengfu-Taiji-Form mit meinem Schüler Kurt Lütje als Kampfsport-Anwendungen. Diese Sparte  geht naturgemäß weit über das übliche Tuishou-Repertoire hinaus. Und ich zeige auch nur einen Bruchteil der möglichen Anwendungen - Kampfkunst ist stets flexibel und soll ja jede noch so ungünstige Sitation in eine vorteilhafte verwandeln.

 

Meine DVD über die Kampf-Anwendungen ist wie die Push-Hands-DVD kostenlos downloadbar auf der Verbands-Homepage und hier: Push Hands Hannover

6. Tuishou und Innere Kampfkunst Taijiquan - Der "Königsweg"?

Vielen Praktizierenden des Tuishou (Pushhands) gilt ihre Disziplin als eine Art "Königsweg zur Unbesiegbarkeit". Diese besonders von chinesischen Taiji-Meistern propagierte Sehweise beruht auf dem "Qi-Mantra" der Taiji-Klassiker und ihres berühmtesten Protagonisten, dem Taijiquan-Altmeister Yang Chengfu. Ich hingegen kritisiere diese "gefühlten Fakten" als unzureichend und sogar ungeeignet für das eigene Weiterkommen - für mich sind innere Kampfkünste (von denen es ja viel mehr gibt als Taijiquan) der Königsweg dazu, die Dinge zu sehen, wie sie sind - ganz nüchtern jenseits allen Wunschdenkens. Grund genug, einen Blick hinter die romantischen Kungfu-Kulissen zu werfen und sich einmal detaillierter mit dem spannenden Bereich zu befassen, der als grundlegend für "Chinese Martial Arts Internals" gilt.

6. 1. Tuishou und Innere Kampfkunst Taijiquan - "Des Kaisers neue Kleider"

Traditionelles Taijiquan gliedert sich in fünf Hauptstile und die Tuishou-Partner-Routinen sind sozusagen ihre "originäre DNA". Doch diese historisch-technisch motivierte Sehweise verliert heutzutage immer mehr an Relevanz. Zudem ist viel von dem ehemaligen Wissen bzgl. der "Internals" verlorengegangen oder wird nicht öffentlich unterrichtet.

In der heterogenen Tuishou-Gemeinschaft gibt es neben den vielen Unterschieden auch bei den Schulen eine leider bezeichnende Gemeinsamkeit: Das Fremdeln mit realistischen Anwendungen und der Verzicht auf die wirklich effektiven Strategien und Taktiken. Tabuisierung solcher Bereiche mag für manche Verbände, Schulen und Lehrende eine dringend gesuchte Lösung darstellen, aber sie machen sich genau damit zu einem Teil des Problems. Siehe dazu auch die kläglich gescheiterten Herausforderungen angeblicher "Tuishou-Meister" im Mutterland China. Und der DTB-Zentralverband empfiehlt Lobbyisten und Eso-Gurus gleichermaßen ein radikales Umdenken weg von ihren Fiktionen und Illusionen. Diese Art von Wunschdenken ist im Zeitalter des Faktenchecks nicht mehr zeitgemäß. Die DTB-These: Einseitig Lehrende aus dem Lager der Esoteriker und Lobbyisten würden in ener aufgeschlossenen Gesellschaft immer weniger gewünscht. Sie sollten das Repertoire ihres Spielplans kürzen - zumindest um den Spitzenreiter "Des Kaisers neue Kleider"!

6. 2. Tuishou und Innere Kampfkunst Taijiquan - das Mantra von Unbesiegbarkeit und "Qi-Einzigartigkeit"

Zu den Lieblings-Dogmen der Taijiquan-Szene zählt die Behauptung, Tuishou wäre eine sinnvolle praktikable Hinführung zur Taijiquan-Kampfkunst. Oft wird damit gleich das zweite falsche Dogma verknüpft, Tui Shou gäbe es in anderen Kampfkünsten nicht. Die Absurdität solcher weltfremder Erzählmuster hat unlängst das Duell zwischen Mixed-Martial-Arts-Fighter Xu Xiaodong und Taiji-Meister Wei Lei (3. Generation Yang-Stil) schonungslos aufgezeigt. Zudem sollte man wissen: Traditionelle chinesische Kampfkünste und ihre Meister haben im Mutterland oft nicht die beste Reputation.

So hält sie der Mixed-Martial-Arts-Fighter Xu Xiaodong das Kungfu / Wushu für eine "Lüge" und für "aus der Mode gekommen", wobei er besonders Taijiquan meint. Die Kenntnisse der Meister seien praktisch allesamt "Fakes" und es gäbe eine maßlose Selbstüberschätzung. "Self-Brainwashing" und "delusions (Wahnvorstellungen)" seien die Regel. Beispielhaft habe er die Qi-Fakes des Taiji-Meisters Wei Lei anprangern wollen mit seiner Herausforderung, die bereits nach wenigen Sekunden zu einer Niederlage Wei Leis führte. Die Chinese Wushu Association als führende Organisation protestierte offiziell mit einer 3000-Worte-Stellungnahme: Xus Verhalten sei gegen die Wushu-Ethik und lasse jeden Respekt vermissen.

7. Push Hands im größeren Kontext

Viele Tuishou-Praktizierende üben "eindimensional" - man sieht dies häufig bei Push-Hands-Wettbewerben und bei Demonstrationen. Diese Feststellung ist kein Vorwurf, denn sie können nichts dafür, weil sie es so von ihren Lehrern gelernt haben. So sind viele z. B. dem Irrtum erlegen, es käme auf den Einsatz des hinteren Beines an. Das mag bei Wettkämpfen den Sieg bringen und mag den Wettkampf-Regeln geschuldet sein - aber Einsatz der Inneren Kraft "Jin" beruht auf korrekter Körperstruktur und der nötigen Übung.

Ein weiterer weitverbreiteter Irrtum: Auch chinesische Taiji-Meister sind in der irrigen Annahme befangen, Tuishou gäbe es nur im Tai Chi. Das Gegenteil ist der Fall: Eine große Zahl asiatischer Kampfkunst-Systeme und Kampfsport-Arten, die gar nichts mit dem chinesischen Schattenboxen zu tun haben, enthalten Partnerübungen, die auf den gleichen Prinzipien fußen. Wer darüber nicht bescheid weiß, ist m. E. kein kompetenter Lehrer. Schlimmer noch: Er kann die Tuishou-Irrtümer nicht erkennen, da es ihm an der notwendigen übergeordneten Perspektive mangelt.

Auch mir ist erst später klar geworden, das Kern-Bereiche sowohl der Theorie als auch der Praxis aus der engen "Tai-Chi-Perspektive" unerschlossen bleiben müssen, weil das ursprüngliche Experten -Wissen verloren gegangen ist. Glücklicherweise ist der Zugang weiterhin möglich, sobald man aus den eng gesteckten Rahmen heraustritt. Dies ist auch wünschenswert für die Zukunft, damit die Qualität der Ausbilder gewährleistet ist.

7.1. Exkurs Terminologie

Ich behandle "Tuishou" und "Push Hands" wie allgemein üblich als Synonyme - "Tuishou" bedeutet dasselbe wie "Push-Hands".

Aber ich weise darauf hin, daß eine Studiengruppe an einer Differenzierung arbeitet. Ihre innovative These: Mit "Tuishou" sollte man lediglich die Partner-Routinen chinesischer Kampfkünste bezeichnen - de facto also das Tuishou des Taijquan und dabei insbesondere die Stile des Yang-Taijiquan, Wu-Taijiquan und eingeschränkt das Chen-Taijiquan. Mit dem Terminus "Push Hands" werden hingegen Partner-Techniken anderer Kampfkunst-Stilrichtungen bezeichnet - also z. B. das "Kakie" des Okinawa-Karate oder spezielle Partner-Techniken des Aikido, Judo, Jujutsu. Es gibt, wie Forschungen belegen Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten.

Meine Schlußfolgerung: Gemäß dem "Wudang-Erzählmuster" der chinesischen Taiji-Familien wären "Tuishou-Techniken" den "Pushhands-Techniken" weit überlegen, weil nur sie über innere Kraft verfügen. Dieses traditionelle Credo ist allerdings falsch. Mehr noch: "Push-Hands" könnte die besseren, weil wirksameren Strategien aufweisen. Eines der Argumente: Gerade kürzlich hat ein Meister des Yang-Stil-Taijiquan, der einen "Mixed-Martial-Arts-Fighter" zum Duell herausforderte, bereits nach wenigen Sekunden eine schmähliche Niederlage erlitten. Also war das Tajiquan-Tuishou dem Shaolin-Pushhands klar unterlegen.

8. Dalü

Dalü - das große Ziehen - Push-Hands kostenlos lernen mit DownloadsEine spezielle Tuishou-Technik ist das "Dalü (Grosses Ziehen). Seine Attraktivität verdanken die Dalü-Routinen der Dynamik ihrer ausgeklügelten "Internals", die eine unvorteilhafte Situation in eine dominierende wandeln - ganz so wie es die Wushu-Prämisse vorgibt. Dalü-Techniken gehörten bereits zum Curriculum von Yang Chengfu. Bekannt wurden sie u. a. durch Videos mit Fu Zhongwen und die Fotos von Yearning K. Chen. Dem Dalü vergleichbare Übungen gibt es nicht nur (wie oft behauptet) im Taijiquan sondern in zahlreichen anderen Systemen - beispielsweise im japanischen Jujutsu. Deren Prinzipien sind nach meiner Meinung klarer überliefert und besser erhalten als in China. Ich habe dazu eine Studygroup gegründet, die Übungsanleitungen sammelt, auswertet und vergleicht in Puncto Historie, Effizienz und zugrundeliegend Prinzipien. Die oberflächliche Technik sollte man davon klar abgrenzen und getrennt untersuchen. Tai Chi Ausbildung Hamburg und deutschland-weit mehrfach Unterricht pro Woche ohne Aufpreis.

 

9. Faszien-Qigong, Fajin und Tuishou

In der "Taiji-Qigong-Community" Deutschlands fehlt durchweg die nötige Balance von Forschung und Lehre. So werden im Tuishou-Unterricht die z. T. bahnbrechenden Ergebnisse der neuen Faszien-Forschung durchweg nicht eingearbeitet. Unter dieser zögerlichen, abwehrenden Einstellung leiden natürlich auch Tuishou-Lehrer-Ausbildungen. Es ist leider keine nachhaltige Abkehr von überkommenen und längst widerlegten "Qi-Irrtümer" zu beobachten. Diesen unhaltbaren Zustand gilt es zu bekämpfen - mein "Faszien-Qigong-Programm" eignet sich dafür optimal (Quelle: Push Hands Ausbildung).

Tuishou, Nairiki Naihanchi-Kata Wado-RyuBeim richtig geübten Pushhands wird gespeicherte Energie freigesetzt. Neuere Forschungen belegen die wichtige Rolle des Bindegewebes bei solchen Partner-Übungen wie Fajin oder Tuishou. Gut trainierte Faszien-Formationen und Verkettungen können Energie speichern und wieder freigeben! Forschungen belegen eindeutig: Faszien vernetzen den gesamten Körper, fördern durch ihre hohe Zahl an Rezeptoren die Propriozeption (Eigenwahrnehmung). Im Zusammenspiel mit dem Skelett und der Muskulatur entsteht ein "Dreiklang" - eine einzigartige Elastizität, die in der Kampfkunst die Basis für gutes Kämpfen darstellt. Die Ergebnisse solcher Faszien-Forschung zeigen überzeugend auf, dass ein esoterisch-magischer Bezug auf "Qi-Konzepte" zur Erklärung unnötig ist. Der Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taiji und Qigong e. V. erstellt eine Serie von kostenlosen Multimedia-Stundenverlaufsplänen für Lehrer über die Zusammenhänge von Faszien, Qigong und Pushhands. Quelle: Lehr-DVD-Erstellung mit Qigong-Meisterin Chen: Qigong-Ausbildung Hamburg.

"Fajin" und "Tuishou (Pushhands)" - Die "Hart-Weich-Einheit"

Mit den beiden grundlegenden chinesischen Fachtermini "Fajin" und "Tuishou" sind wir mittendrin im Herzen des Taijquan und Qigong. Thematisch übergreifend verbunden sind alle vier Bereiche durch die Idee von "Lebenskraft / Innerer Kraft" (s. Lebenskraft und Qigong). Korrektes und regelmäßiges Training fördert "soft skills", die im beruflichen wie im privaten Alltagsleben von großem Vorteil sein können.

Faszien-Training im Tuishou und Fajin - Dr. Langhoff erklärtZweifacher Einsatz von Faszien-Qigong: Ein wichtiges Bindeglied - und das im Wortsinne - sind die Faszien. Ihre Doppel-Rolle ist ein exzellentes Beispiel für eine gelungene Yin-Yang-Ganzheit. Es geht um eine hochinteressante "Hart-Weich-Einheit: Gut trainiertes Bindegewebe ermöglicht es, bei Bedarf ganze myo-fasziale Verkettungen komplett abzuschalten, um dem Partner das Erspüren des Zentrum zu erschweren. Und gut trainiertes Bindegewebe ermöglicht andererseits eine blitzartige Ganzkörper-Vernetzung und die Fajin-Freisetzung vollständig ohne jede Reserve. Dieser optimierte Einsatz erfolgt blitzartig und sozusagen ohne Vorwarnung. Das Abrufen von Explosivkraft exakt zu dem Zeitpunkt, in dem sich der Partner in einer ungünstigen Situation befindet, ist der Schlüssel zum Erfolg - nicht nur im Kampf oder sportlichem Wettkampf sondern auch im täglichen Leben. Dieser "Alltagstransfer" östlicher Übesysteme war für mich über 50 Jahre durchweg tägliche Motivation.

 

10. Das japanische Karate und Jujutsu

Push-Hands-Ausbildung mit Dr. Stephan LanghoffEEs gibt enge Zusammenhänge zwischen dem authentischen Tuishou, das auf Yang Luchans Yang-Stil-Taijiquan und Wu Yuxiangs Wu-Stil-Taijquan zurückgeht und der Wado-Kata Naihanchi. Fundamentale "Martial-Arts-Internals" lassen sich so trainieren. Hervorzuheben bei der Naihanchi-Kata ist der solide "Reiter-Sitz" mit dem "Naihanchi-Stand (Naihanchi-Dachi)". Hierbei ist der korrekte Einsatz des "Psoas-Muskels", der Becken und Bein verbindet, von großer Bedeutung (s. Naihanchi-Artikel von Bob Nash) und das Naihanchi-Stundenbild der DTB-Sparte "Tuishou-Hamburg". Prinzipien, die dem Taiji zugrunde liegen, gelten auch für das Tuishou (Pushhands. Doch sie sind in vielen anderen Kampfkunst-Schulen des Ostens verbreitet - s.dazu a href="http://www.prinzipien.tai-chi-verband.de/shindoyoshinryu.htm">Nairiki / Y. Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu. Aufschlussreich ist z. B. ein Vergleich der Anteile der "linearen Energiewege" und der "spiraligen Energiewege". Oft ist ihre Kombination am effektivsten.

Exkurs 1: Graduierungen: Tuishou-Meister, Taiji-Dynastien und Wushu-Verbände

Im östlichen Kulturkreis gibt es eine Fülle von Bezeichnungen, mit denen Schüler ihre Lehrer anreden. Bekannt sind "Guru" (indisch), "Sensei" (japanisch), "Shifu" und  "Laoshe" für das chinesische Wushu bzw. Kungfu.

Taiji-Meister, Qigong-Meister: Dr. Langhoff über Graduierungen im chinesischem Wushu / Kungfu"Push-Hands-Meister" ist keine klar definierte Auszeichnung. Ich werde oft zu chinesischen Meister-Graduierungen wie beispielsweise "Sifu" oder "Laoshe" befragt - es gibt ja neben der üblichen Auszeichnung "Meister" bekanntlich noch Bezeichnungen wie "Großmeister" und "Altmeister". Oft hört man auch den Titel "Lehrmeister". Sie alle bedeuten "Meisterschaft" - in unserem Spezialfall im Wushu bzw. Kungfu. Und es gibt auf dem steilen und steinigen Weg zur Meister-Stufe die Vorstufe "Lehrer". Bildquelle: Meister werden: Tai Chi Qigong (Doku: "Taiji-Meister, Qigong-Meister: Dr. Langhoff über Graduierungen im chinesischem Wushu / Kungfu").

Chinesische Vereinigungen haben alle ihre eigenen Prozeduren und Kriterien für Meisterschaft und Linienhalterschaft. Das gilt auch für für Tai Ch und Qigong. Allen voran natürlich die jeweiligen Familien-Dynastien.  Traditionell erlangte man ja quasi durch Geburt Teilhabe an einer Meister-Dynastie. Eine übergreifende Transparenz geschweige denn eine Einheitlichkeit ist für mich nicht erkennbar. Dabei wäre eine Verifikation jenseits von Machtgefügen hinter geschlossenen Türen doch durchaus etwas Vorteilhaftes.

Meine persönliche unromantische Beurteilung der Verehrung des Meister-Titels möge indes niemanden entmutigen, denn östliche Wege zu beschreiten, halte ich ja grundsätzlich für eine sehr empfehlenswerte Einstellung, aber man sollte die Dinge sehen, wie sie nun einmal sind und nicht angestrengt beiseite schauen. Protagonisten von Selbst-Inszenierung, Hypes und Handelsware haben längst das Ruder übernommen - bezogen auf letzteres könnte man bereits von einer "Taiji-Qigong-Amazonisierung" sprechen. Ihre Devise: "Der Wurm soll dem Fisch schmecken - und nicht dem Angler"!

Exkurs 2: Tuishou-Training in Hamburg mit DTB-Ausbilder Dr. Stephan Langhoff

Lesetipp Pushhands / Tuishou im Yang-Stil-Taijiquan: "Der Königsweg zur Sung-Entspannung":

Push Hands wird im Chinesischen als Tuishou bezeichnet. Regelmäßig betrieben trainieren die "Klebenden Hände" nützliche "Soft Skills" wie Achtsamkeit, Feinmotorik und körperlich-geistiges "Sung (Entspannung)". Der Lernerfolg stellt sich nur bei korrekter Unterweisung ein und viele Adepten scheitern an der Forderung des "Loslassens (Sung)". Das bedeutet, daß sie Bewegungsmuster und Gewohnheiten aus dem Alltag beim Partnertraining beibehalten. Dies verhindert jedoch die Entwicklung der nötigen "Inneren Kraft". Der DTB-Zentralverband führt daher Langzeit-Evaluationen zur Lernerfolgskontrolle durch. Quelle: Multimedia-Stundenbild "Der Königsweg zur Sung-Entspannung": Push Hands / Tuishou nach Yang Chengfu.

Push-Hands-Unterricht und Lehrerausbildung in Hamburg

Yang-Chengfu-Push-Hands Hamburg: Dalü-Partner-SetIch unterrichte Push Hands in meinem wöchentlichen Unterricht in mehreren Stadtteilen Hamburgs (Eimsbüttel, Poppenbüttel, Schnelsen) und in Wedel. Gut zustatten kommt mir dabei meine 50-jährige Erfahrung. Grundlage der inspirierenden Yin-Yang-Bewegungsschleifen in meinen Hamburger Kursen sind die Tuishou-Routinen der Yang-Familie nach Altmeister Yang Chengfu. Wie man an der Graphik sieht, ist der legendäre Meister im Geiste auch in Hamburg zu Gast. Seinen Sohn Yang Zhenduo hatte ich für Seminare nach Hamburg eingeladen. Thema waren die Tai-Chi-Prinzipien. Sie liegen auch dem Tuishou zugrunde und machen sie an einem Partner erfahrbar. Auf meine Einladung hin unterrichtete auch Meister Fu Shengyuan Push Hands in Hamburg. Er ist der Sohn von Fu Zhongwen, der als Tuishou-Koryphäe weltweit bekannt ist. Fu war Yang-Chengfu-Meisterschüler.p>

Allerdings unterscheidet sich mein Push-Hands-Unterricht grundsätzlich und entscheidend vom Yang-Family-Curriculum, weil ich unabhängig bin von ihrer Weltanschauung und ihrem Wude-Moralkodex. Ich halte die weitverbreitete Esoterik-Folklore ihrer Protagonisten für unvereinbar mit den Standards westlicher Erwachsenenbildung.

Push-Hands-Partnerübungen sind gut einsetzbar bei vielen Organisationen - immer da, wo es um Partner-Übungen, um Gemeinsamkeit und um gemeinschaftliches Lernen geht. Die Ausbildung findet daher auch in Hamburg statt: Mit vielen Hamburger Einrichtungen wird Push Hands unterrichtet, wobei die Qualität, Methodik und Zielsetzungen sehr unterschiedlich sind. Push Hands kann man in Hamburg beim Tai Chi Zentrum Hamburg e. V. erlernen.

Tuishou-Ausbildung Hamburg und deutschland-weite Prüfungen

Treffen werden von der Hamburger Gruppe organisiert - ebenso wie die deutschland-weiten Treffen, die viermal jährlich stattfinden: Termine s. Newsletter. Kurse in der Hansestadt werden durchgeführt vom Tai Chi Zentrum Hamburg e. V. (Prüfsiegel Weiterbildung Hamburg e. V.) Das Institut ist auch mit der Durchführung von Tuishou-Prüfungen betraut im Rahmen der Prüfungen zum "Geprüfter Lehrer DTB". Push-Hands-Test während der Treffen. Akkreditierte Kursleiter: Carla, Uwe, Jan und Richard. Unterlagen / Skripte: Regelwerk Turniere / Wettbewerbe, erlaubte Schritte, Punkt-Vergabe.

Tuishou-Ausbildung Dortmund

Kostenloses Lernen/ Downloads für Anfänger: Dalü. Siehe dazu auch eine Erklärung der Techniken im Buch von Chen Weiming "Ta-Wen (Fragen und Antworten)". Kostenlose Lehr-DVDs: Dortmund Ausbildung Tai Chi Qigong Quelle: Dortmund Ausbildung

Qigong-Tai-Chi-Ausbildungen - DTB-Dachverband bietet Top-Qualifizierung.

Der gemeinnützige Dt. Taichi-Bund - Dachverband fürTaichi und Qigong e. V. (DTB) bietet seit seiner Gründung 1996 ideologie-freie Unterweisungen (Kursleiter bis Ausbilder).

Tai Chi Ausbildung Frankfurt/ Main

Die Regional-SeiteTai Chi Qigong Ausbildung Frankfurt / Main des Taijiquan-Qigong-Bundesverbandes DTB befaßt sich mit dem Thema "FIND A TEACHER - Die richtige Schule finden". Sie  beruht auf "Annual Report 2015 Clearing House Yang Family Tai Chi mit den Dossiers 2015 und 2016. Siehe auch DTB-Glossar und DTB-Personen-Register.

Fach-Fortbildung Kassenzulassung - eine DTB-Initiative

ZPP-Zulassung / Übergangsregelung/ Künftige Voraussetzungen: Zusatzkursus unter Leitung des Instruktoren-Netzwerks:  Qigong Ausbildung Kassel / Tai Chi Ausbildung Kassel.