✔️  Qigong, Tai Chi, Tuishou (Push Hands) meistern - D-INFO Dr. Langhoff

Dr. Stephan Langhoff, geb. 1949, Lehrer-Ausbildung Tai Chi, Qigong, Push Hands: Artikel, DVDs, Block-Module, Treffen, Workshops, Meister

Tai Chi und Qigong Lernen mit Dr. Langhoff: DTB-Lehrerausbildung deutschland-weitTai Chi und Qigong bergen beeindruckende Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Für diesen "Turbo" braucht es innere Unabhängigkeit und Disziplin - ganz wie im Taoismus / Buddhismus gefordert. Doch wie meine 50-jährige Erfahrung zeigt, trifft man vielerorts auf Beliebigkeit, Wunschdenken und Vorurteile. Die "Szene" ist nicht bekannt für Realismus und Überprüfbarkeit. Tiefere Einsichten bleiben versperrt und Potenziale liegen brach. Hier eröffnet mein Korrektiv mit ideologie-freiem Fakten-Check den "Blick über den Tellerrand". Der DTB-Dachverband nutzt meinen Ansatz seit 1996 für bundesweite ZPP-Zertifzierung. Ich habe bislang Schüler aus ca. 40 Ländern unterrichtet.

"WISSEN WOLLEN" statt "GLAUBEN MÜSSEN"

TUISHOU: Push-Hands-Partnerübungen

freies Pushhands: Strategien, Techniken, Historie: Sinojapanische Forschungen Dr. LanghoffPartner-Übungen in fernöstlichen "Neijia (Inneren Kampfkünsten)" haftet typischerweise etwas geheimnisvolles oder "esoterisches" an. Dies ist zum einen historisch bedingt durch die traditionelle Abkapselung und das Training in der Familie - und zum anderen erhofft sich mancher Meister, damit zusätzliches Geld zu verdienen. Dazu kommen in der "Pusher-Szene" fragwürdige Tricksereien und peinliche Demos mit Show-Charakter. Dieser "graue Markt" läßt sich von Laien jedoch nicht einschätzen. Viele fühlen sich frustriert und irritiert.

Den passenden Lehrer finden mit der DTB-Datenbank

DTB-Lehrer sind mit Email gelistet in der DTB-Datenbank geordnet nach PLZ, Status und Sparte. So können neben Unterricht auch regionale Austauschtreffen heutzutage leichter organisiert werden als früher. Teilnehmen kann jeder mit Interesse an Prinzipien und Techniken Innerer Kampfkünste. Im Sommersemester wird wenn möglich draußen geübt. Die Kosten pro Training liegen generell bei 10 Euro. Die Treffen sind geeignet für Anfänger, Fortgeschrittene und Quereinsteiger.

Bei DTB-Angeboten werden die Kosten anteilig von Krankenkassen erstattet. Die kontinuierliche Lernkontrolle macht den Unterricht sehr effektiv: Sie eliminiert Fehler bevor sie sich einschleifen. DTB-Kurse enthalten standardmäßig zusätzliche Online-Kurse zur Vor- und Nachbereitung. Für Fortgeschrittene werden Workshops für "Freies Push Hands" angeboten.

Chronik der Push-Hands-Meetings: Foren und Austauschtreffen für das chinesische "Tuishou" sind in Deutschland keine Erscheinung der neueren Zeit. Ganz im Gegenteil: Push-Hands-Lehrgänge gehören zu den Sport-Angeboten des Tai Chi Zentrum Hamburg ev seit der Gründung 1989. Zahlreiche Event-Reihen sind daraus entstanden - stets mit Potenzialen zum persönlichen Alltags-Transfer. Die Lehrgänge reichen von Selbstverteidigung / Wettkampf / Sanda / Sanshou über Resilienz-Training / Soft-Skills und Mental-Training bis hin zu "Body-Sensitivity" (s. auch Veranstaltungen / Treffen und Chronik Internationale Push-Hands-Treffen (Region Hannover).

Eine Sonderstellung in der Push-Hands-Chronik beinhaltet auch der Exklusiv-Unterricht ranghöchster chinesischer Push-Hands-Meister für das Tai Chi Zentrum Hamburg ev wie Yang Zhenduo und Fu Shengyuan. Siehe auch die Chronik Push-Hands-Chronik für Treffen und Ausbildung).

Quelle: Community-Chronik, Feedback: Tai Chi, Qigong, Push-Hands Treffen.

Lesetipp Artikel TUISHOU: Tai-Chi-Push-Hands-Treffen.

Lesetipp zum "Free Pushing Hands": "Fixed Forms" sind im Tai Chi (Taijiquan) sehr beliebt als Vorbereitung für freiere Bewegungsmuster mit weniger Absprachen. Daher gehen Freies Pushhands und festgelegte Patterns im praktischen Training oft Hand in Hand. Eine klare Abgrenzung läßt sich nicht treffen. Quelle: Freies Pushhands Treffen.

 

Tai-Chi-Tuishou lernen leichtgemacht -   040 2102123 Dr. Langhoff

Pushhands ist für mich weit mehr als "anfaßbares Tai Chi". Dieses Wissen ist begründet in meiner Kampfkunst-Vita und meiner persönlichen Erfahrung der Überlieferung meiner östlichen Lehrmeister. Davon weitergeben kann ich vermutlich nur einen kleinen Teil - und dies zeigt die Wichtigkeit des eigenen Entwicklungswegs, des DAO.

TUISHOU: Push Hands (Pushing Hands)

Tuishou ("Schiebende Hände", international "Push Hands / Pushing Hands") wird von vielen Praktizierenden als die Partnerform des Tai Chi (Taijiquan) definiert. Diese in mehrfacher Hinsicht faszinierende Sparte "Innerer Kampfkunst" ist weltweit beliebt und erfreut sich großer Nachfrage. Anforderungen,Trainingspläne und Lernziele sind stark vom jeweiligen Lehrer abhängig. Man findet ein kaum überschaubares Repertoire von kommunikativ-spielerischen Settings bis hin zu traditionellen Wushu-Techniken effektiver Selbstverteidigung. Im Fokus stehen überwiegend folgende Themenbereiche: Sensitivität / Wahrnehmung, Körperstruktur / Kinesthetik und Flexibilität / Reaktionsfähigkeit. Dies ist integriert in die chinesische Yin-Yang-Philosophie.

Push Hands Lernen / Tuishou-Unterricht

Lernen kann man Tuishou-Übungen beispielsweise in Tai-Chi-Studios, Sportvereinen und Volkshochschulen. Gute Möglichkeiten bieten zudem Wochenend-Lehrgänge von Tai-Chi-Qigong-Vereinen, Verbänden oder Selbsthilfegruppen. Die Kursgebühren liegen allgemein zwischen zehn und zwanzig Euro pro Stunde. Am effektivsten - aber ungleich teurer - ist Einzelunterricht / Privatunterricht. In diesem Format kann zudem auf individuelle Zielsetzungen besser eingegangen werden.

Push-Hands-Training für Partnertraining und Ausbildung

Tuishou-Partnerübungen: Pushhands, Übungen, Treffen, Forum, Workshops, Workgroups, Ausbildung DeutschlandIch bin keinem chinesischen Push-Hands-Meister zur Loyalität verpflichtet und habe mir durch meine Forschung und fünfzigjährige Erfahrung eine eigene Position erarbeitet. Mein Standpunkt: Erst gereinigt von "Ballast" (z. B. Halbwissen, Dogmen und Wunschdenken) entfalten die Pushhands-Drills ihr eigentliches Potenzial. Richtig vermittelt und regelmäßig betrieben bieten sie modernen Menschen ein inspirierendes Repertoire an Erfolgs-Strategien, die helfen können, das Leben besser zu meistern und fitter da zu stehen. Gefördert werden u. a. Innere Widerstandskraft, Unabhängigkeit, Eigenständigkeit sowie Lebensqualität, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.

Traditionelles Tuishou ist leider im Aussterben begriffen - ich habe mich dazu an anderer Stelle geäußert. Heutige Formen mit ihren veränderten Zielsetzungen sind wenig mehr als  ein "entschärftes" Erbe chinesischer Wushu-Tradition. Aber sie bilden ein exzellentes Fitness-Programm, von dem u. a. Muskulatur, Gelenkigkeit, Koordination und das Faszien-Netzwerk profitieren. Diese Kombination verbessert zudem nachhaltig das Gleichgewicht und die Reaktionsfähigkeit. Darüberhinaus entfalten die Drills - besonders im Freien Pushen - ein ganz besonderes Potenzial, das in Martial-Arts-Kreisen als "Mind-Body-Sensivity" bezeichnet und als unverzichtbar angesehen wird. Körper-Struktur, Taktiles / Interozeption und Bewegung sind wichtige Elemente. Durch Einbeziehung mentaler Aspekte in fortgeschrittenen Stadien führt diese Kompetenz direkt zur "DNA Innerer Kampfkunst".

Push Hands / Tuishou und Innere Haltung: Willenskraft, Kampfgeist, ResilienzPush Hands ist "Resilienz-Training par Exellence" - es geht ja darum, eine aussichtslos erscheinende Lage zu wenden und zum eigenen Vorteil zu nutzen. Und wer wollte das nicht können? Leider sind etliche meiner Kollegen auf der Suche nach einer Art von "Qi-Superkraft" und "Qi-Meistern" in eine Sackgasse geraten. Sie suchen verlorene Schlüssel gern unter der Laterne - wo es heller ist ... . Während ich innerlich stärker und unabhängiger geworden bin, bleiben sie befangen in ihren Trugschlüssen. Sie erheben die "Klebenden Hände" zur Metapher und haften selbst dort, wo sie besser loslassen sollten.

Lehrgänge mit DTB-Coach Dr. Langhoff

Privatunterricht und Lizenzverlängerungen finden nun nach Corona wieder statt.

DTB-Ausbilder Dr. Langhoff zum Tuishou-Trainingsplan: Meine Schüler aus Hannover haben eine besonders kurze Anreise zu meinen vierteljährlich stattfindenden Seminar-Wochen in der Nordheide. Etliche unterrichten selbst seit langem und trainieren dennoch gern bei mir und meinem Dozenten-Team. DTB-Terminkalender auf der Homepage des DTB-Verbands. Alle DTB-Angebote richten sich an Anfänger ohne Vorkenntnisse. Erwartet wird eine durchschnittliche Fitness und Gelenkigkeit.

Die aktuelle Seminar-Reihe mit dem Haupt-Lehrgang (Pushhands Clinic DTB) behandelt das "TUISHOU", die legendäre kämpferische Ursprungsform des modernen Sanda / Sanshou. Dieses aktuelles Angebot von 2022 spannt einen stilart-übergreifenden Bogen von den Grundlagen daoistischer Philosophie über "Tai-Chi-Tuishou" und Freikampf  bis hin zu modernen sportmedizischen Forschungen.

Wissenschaftliche Forschungen betreffen u. a. die Fachgebiete Faszien / Bindegewebe, Körperstruktur, Balance / Sturzprophylaxe, Atemkoordination / Herz-Kreislauf-Training. Hinzukommen Erkenntnisse der Neuro-Biologie / Meditationsforschung: Stressabbau / Stress-Management, Ausgeglichenheit und Lebensfreude. Last but not least sind in Kampfkunst und Kampfsport eine Menge positiver Auswirkungen belegbar.

 6. Prinzip Forschungen

Push-Hands-Seminare 2022

Leitung: Dr. Stephan Langhoff, DTB-Ausbilder, 50 Jahre Erfahrung.

Zertifizierung: Aus- und Fortbildung, Lizenzverlängerung

Träger: Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong ev und Partner-Organisationen

Ort 1: Hamburg-Osdorf, Schule Goosacker, Goosacker

Ort 2: Region Berlin

Ort 2: Region Hannover

Datum: Wird noch bekanntgegeben

Voraussetzungen: Wird noch bekanntgegeben

Trainingsplan (alle Gruppen gemeinsam)

 

1. Tag (Mo)

 

2. Tag (Di)

 

3. Tag (Mi)

 

4. Tag (Do)

 

5. Tag (Fr)

 

Themen 0 (Einstieg):

TUISHOU BASICS: Push Hands Drills: Dalu Großes Ziehen: SchrittfolgeDiagramme für Tuishou-Schrittfolgen: Tuishou-Basics wie synchronisierte Schrittfolgen, korrekter Abstand und Lockerheit (Fansong) sollten auch Fortgeschrittene üben - am besten mit wechselnden Partner und in freiem Tempo.

Japanische Tuishou-Techniken

Kakie / Tensho (Drehende Hände)

Nairiki

Threadgill-Buch: Basics

 

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Vorbereitung und Nachbereitung

 

Skripte für Tuishou / Pushhands

"Himmel-Erde-Mensch"

Wie ein roter Faden zieht sich die innere Orientierung am Prinzip "Himmel-Erde-Mensch" durch die buddhistisch-taoistische Geisteswelt Asiens - es stellt sozusagen ihr "Innerstes", ihre "Seele" dar. Um diese Harmonie beneiden viele Westler die Asiaten. Und um ihnen nachzueifern erlernen sie eine östliche traditionelle Kunst wie Tai Chi oder Qigong. Sie erhoffen sich oft auf ihrer Suche nach dem Sinn des Lebens eine ganzheitlichere Weltsicht. Viele Meister sehen das Konzept als Dreh- und Angelpunkt der Martial-Arts

Basis-Übung

Sehr deutlich wird diese Dreiheit bei den Partner-Übungen. Beide Partner stehen sich gegenüber mit beiden Handflächen aneinander. Der Verteidiger bemüht sich um Struktur, Ausrichtung und Verwurzelung, während der Partner Kraft von vorn ausübt. Aufgabe des Verteidiger ist es, diese Kraft in seine Struktur abzulenken und so aufzuspalten, dass ein Teil nach oben wirkt und der andere nach unten. Dies ist besonders schwer, wenn der Angreifer auch verwurzelt ist. Wichtig ist die subtile Stellung des Beckens und des Sakrums, das leicht rotiert wird und sozusagen als Steuerrad die Kraftableitung in den Boden bewirkt. Wichtig ist auch der korrekte Winkel der gebeugten Arme zu den Schultern, der die Ablenkung nach oben definiert.

"Innere Verbundenheit": Faszien-Arbeit statt "Qi"

Während in vielen Stilarten Innerer Kampfkunst wie beispielsweise Aikido der "KI-Begriff" ein Kern-Prinzip bildet, kommt der DTB ganz ohne vage Termini au und verweist stattdessen auf Physik und dabei insbesondere auf Körperstruktur, Wahrnehmung und Entspannung. Neuere Forschung erweist die dabei eminent wichtige Rolle der Faszien.

Beim Faszien-Einsatz machen sich die Übenden den „Katapult-Mechanismus“ zunutze: Die Sehnen und Faszien werden wie elastische Gummibänder vorgespannt. Dies ermöglicht ein gezieltes Loslassen der darin gespeicherten kinetischen Energie. Diese dynamische Federung, Speicherung und Entladung wird von Pushhands-Meistern optimiert - und kann dann wie eine magisch-übernatürliche Kraft wirken.

Ein optimales Faszien-Training bedarf bestimmter Belastungsreize; Übungsprogramme des DTB sind dafür gut geeignet. Sie basieren auf dem Konzept des "Embodiment" und trainieren Nachgiebigkeit, Flexibilität und Ganzköper-Bewegung.

Die besonders bei Partner-Übungen notwendige Verkettung der Körperteile zu einer Einheit wird durch jahrelanges Training immer komplexer und vielschichtiger. Man unterscheidet zwischen "harter Verbindung" und "lockerer Verbindung". Die Übereinstimmungen mit Kernprinzipien anderer "Chinese Martial Arts" sind erstaunlich groß - die Überzeugung vieler Schattenboxer, nur ihre Kampfkunst basiere auf "Innerer Kraft" ist eindeutig falsch und stellt lediglich ein Vorurteil dar.

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Push-Hands-Charakteristika gemäß den "Zehn Prinzipien (Ten Essentials)"

Was meinten die alten Meister?

Eine weithin akzeptierte These ist, daß die überlieferten "Tai-Chi-Klassiker" eine grundlegende Anleitung bieten für das Tuishou /Pushhands. Dafür spricht, daß die Vorgaben sich nicht primär auf die Solo-Form beziehen sondern auf "Taiji-Zu-Zweit". Doch man darf nicht übersehen, daß die Schriften sehr vage gehalten sind und sich auf "Geheimes Wissen" bezogen - das "Legen falscher Fährten" bietet sich geradezu an. Dennoch möchte ich auf einem Seminar die für mich ergiebigsten Prinzipien unterrichten.

5. Prinzip

6. Prinzip

Voll und Leer unterscheiden

Viele chinesische Meister erklären dieses Prinzip mit der Gewichtung. Doch meine Forschungen legen etwas anderes nahe: Hat der Kontrahend mein Handgelenk ergriffen, werde ich dort passiv und gehe nicht gegenan. Vielmehr greife ich mit der anderen Hand oder dem Bein an und werde dort "voll".

Es geht darum, zu erkennen, wo man "leer werden" muß. Das ist dort, wo der andere gerade "voll ist", d. h. wo man gerade ergriffen und fixiert ist, darf man nicht gegenan gehen sondern muß dort "leer werden".

Aktivität, Dynamik und Bewegung "abzuschalten"

8. Prinzip

Die Schlagworte "Innere Kraft" und "Innere Kampfkunst" mögen der Szene als Charakterisierung reichen. Doch für den DTB geht es dabei u. a. um Connectedness (Verbundenheit)" und "Rootedness (Verwurzelung"). Über allem stehen die oft mißverstandene Terme "Fang-Sung (放鬆 Entspannung)", "Rou (柔  Flexibilität)" und letztlich "Tian-Di-Ren (天, 地, Ren 人, Himmel-Erde-Mensch)".

Lebenspflege Lifestyle faq

 

Push-Hands-Forum Abgrenzung Nils Klug (DDQT), Taichi-Pushhands Hannover

https://tai-chi-verband.taichi-qigong-richtig-lernen-dr-langhoff.de/

http://www.tai-chi-zentrum.de/push-hands-treffen.htm

 

 

Zusätzliche Potenziale erschließen

 

Kommunikation als Schlüssel zum Erfolg?

Ein ergiebiges Thema ist das Zusammenspiel von "extern (taktil)" und "intern (proriozeptiv) beim spürenden Kontakt mit dem Partner. Häufig gilt diese "Kommunikaton" wird in der Szene als "traditionell überlieferter Schlüssel" für die zugrundeliegenden Prinzipien. Das entspricht der eng-gefaßten Szene-Denkweise. In meinem Unterricht gehe ich viel weiter: Aus der Kampfkunst-Perspektive geht es gerade nicht um verbesserte Kommunikation sondern um das Gegenteil: Man möchte dem Kontrahenten Informationen vorenthalten und ihn im Unklaren lassen über den eigenen Zustand und die eigenen Absichten. Schon Sunzi wußte um diese Vortelie und betonte: Wenn Du Dich kennst und den Gegner, wirst Du stets gewinnen.

Tuishou-Patterns und Wado-Ryu-Karate

Seit der Gründung unserer Schule spielten Push-Hands-Drills eine wichtige Rolle. Ich habe auch erklärt, daß das Wado-Karate einen harmonisch-weichen Ansatz darstellt - dies leitet sich unmittelbar aus der original japanischen Bezeichnung ab: "Wa" bedeutet ja "harmonisch" und "weich". Komplementär kommt das Yang des Willens hinzu: Die Härte. Der Wado-Gründer Hironori Otsuka betonte stets den unverhandelbaren Willen und die Entschlossenheit, sich nicht die Initiative nehmen zu lassen sondern sie stets zu behalten.

Technisch gesehen faszinieren mich im Wado-Ryu besonders die Bereiche Haltung, Struktur sowie das spiralige Verdrillen. Letzeres hat starke Bezüge zu den Seidenweber-Übungen und zum Faszien-Training.

Mein Karate-Lehrer Teruo Kono war ein Otsuka-Schüler und legte großen Wert auf Entspannung und Lockerheit. Dazu gehört auch der Fachbegriff "Tsukuri". Er bezeichnet die so wichtige Flexibiltät beim "Anschmiegen an den Kontrahenten".

Shingo Ohgami, ein weiterer Otsuka-Schüler erforschte Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Wado zum Tai Chi. Dazu besuchte er mehrfach Taiwan und auch Chenjiagou in China, um dort die Shaolin-Bezüge zu studieren.

Push Hands und Shindo Yoshin Ryu Jujutsu

Wie Tobin E. Threadgill in seinem Buch über die Ursprünge und die Techniken des Shindo Yoshin Ryu Jujutsu darlegt, gibt es hunderte systematisch aufgebauter Partner-Formen in dieser "Wado-Urform". Auf einem der letzten Push-Hands-Treffen wurde auch eine wenig bekannte Körpermechanik besprochen, die im Shindo Yoshin Ryu Jujutsu überliefert ist und die früher wahrscheinlich auch im Push Hands benutzt wurde, da sie die Körperstruktur entscheidend verbessert: Es ist die ausgeklügelte Verbindung (Musubi) zwischen dem Ziehen mit dem vorderen Bein (Hiki-Ashi) und dem Stoßen mit der Hand (Oshi-Te).

Das Tuishou chinesischer Push-Hands-Meister

 

Push Hands bei Yang Chengfu

Da ich in unserer Schule den Yang-Stil unterrichte, ist auch die Push-Hands-Sehweise des "großen Standardisierers" Yang Chengfu ein wichtiges Thema. Dabei ist allerdings fraglich, ob er wirklich so versiert und erfahren im Tuishou war, wie immer behauptet wird. Auch bleibt unklar, wieviel er von seinen Kenntnissen an seine Söhne und Meisterschüler weitergeben konnte.

Push Hands bei Cheng Manching (Zheng Manqing)

Ob auch Meister Cheng ein Meisterschüler Yang Chengfus war, ist heute nicht mehr zu klären. Fakt ist, daß er viel für die Verbreitung des "Taiji-zu-Zweit" im Westen getan hat. In der Yang-Familie wird darauf hingewiesen, daß Meister Chengs Interpretation seine eigene Anschauung darstellt únd von Yang Chengfu abweicht.

In der DTB-Mediathek sind viele Push-Hands-Videos und Online-Kurse von Meister Cheng archiviert.

Push Hands bei Yang Zhenduo

Als ein Schüler des zweitjüngsten Yang Chengfu-Sohns Yang Zhenduo hatte ich diesen in unsere Hamburger Schule für Seminare eingeladen. Zum Inhalt gehörte auch das Push Hands seines berühmten Vaters. Da auch sein Enkel Yang Jun dabei war, konnten uns die beiden als Partner die Bewegungen gut demonstrieren.

In der DTB-Mediathek sind viele Push-Hands-Videos und Online-Kurse von Meister Yang Zhenduo und Yang Jun archiviert.

 

Push Hands bei Fu Zhongwen

Fu Zhongwen soll die Herausforderungen an seinen Lehrmeister Yang Chengfu an dessen Stelle angenommen haben. Von solchen Duellen ist allerdings nichts überliefert. In unserer Schule wird seine Version des Dalü (Großes Ziehen) unterrichtet.

In der DTB-Mediathek sind viele Push-Hands-Videos und Online-Kurse von Meister Fu Zhongwen archiviert.

Push Hands bei Fu Shengyuan

Fu Shengyuan ist der Sohn von Fu Zhongwen und er ist der erste Push-Hands-Meister, der meiner Einladung in unser Hamburger Zentrum folgte und Exklusiv-Seminare für meine Schüler leitete. Ich habe mit ihm zahlreiche Foto-Sessions und Videos aufgenommen.  In unserer Schule wird seine Version des Dalü (Großes Ziehen) unterrichtet.

In der DTB-Mediathek sind viele Push-Hands-Videos und Online-Kurse von Meister Fu Zhongwen archiviert.

Push Hands bei Zhang Youquan

Meister Zhangs Expertise betrifft das Tuishou des Yang-Stils und des Chen-Stils. Dadurch wurden in seinen Hamburger Seminaren sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede gut erklärt. In der DTB-Mediathek sind viele Push-Hands-Videos und Online-Kurse von Meister Zhang Youquan archiviert.

Westliche Meister

 

Push Hands bei Mike Sigman

Mike Sigmans "H6-Theorie" stößt in seiner Schülerschaft auf große Akzeptanz - ich hatte mit ihm mehrfachen Kontakt und war Mitglied in seinem geschlossenen Forum. Doch auch hier stößt man schnell auf Vorurteile, simplifizierende Standpunkte und Ausgrenzung. Ich habe daher rasch das Interesse am Austausch mit dieser Community verloren - zudem es dort oft zu wüsten Beschimpfungen kommt.

Andererseits stimme ich zentralen Sigman-Statements durchaus zu.

In der DTB-Mediathek sind viele Push-Hands-Videos und Online-Kurse von Mike Sigman archiviert.

 

Push Hands bei Mario Napoli

Dem Cheng-Manching-Stilisten Mario Napoli gebührt der Ruhm, Chen-Taijiquan-Meister in Chenjiagou besiegt zu haben. Der internationale Wettkampf war allerdings alles andere als das, was man erwartet hätte - ein unelegantes "Wrestling", bei dem Mario seine Judo-Kenntnisse einsetzte und seine chinesischen Kontrahenten den Fehler machten "Kraft-gegen-Kraft"  zu setzen. Die klassischen Taiji-Schriften werden in Chenjiagou offenbar nicht immer gut verstanden - ein weiteres Argument für meine These, daß der Chen-Stil kein Taijiquan-Stil ist und schon gar nicht den Ursprung der anderen Schulen bilden kann.

In der DTB-Mediathek sind viele Push-Hands-Videos und Online-Kurse von Mario Napoli archiviert.

Lesetipp:

Thesen-Papier von Dr. Langhoff: Der Titel "Tai-Chi-Meisterschüler" fokussiert auf überkommene Werte des Wude-Moralkodex. Er ist heutzutage Teil des Problems und nicht der Lösung. Er erzwingt Stagnation und behindert letztlich die Entwicklung innerer Potenziale. Weiterlesen: Tai Chi / Qigong: Meisterschüler.