✔️  Qigong, Tai Chi, Tuishou (Push Hands) meistern - D-INFO Dr. Langhoff

Dr. Stephan Langhoff, geb. 1949, Lehrer-Ausbildung Tai Chi, Qigong, Push Hands: Artikel, DVDs, Block-Module, Treffen, Workshops, Meister

Tai Chi und Qigong Lernen mit Dr. Langhoff: DTB-Lehrerausbildung deutschland-weitFAQ zu Nils Klug (Tai-Chi-Studio Hannover), DDQT-Gütesiegel, ZPP, Standards Taijiquan PushhandsMein vom DTB-Dachverband übernommener Ansatz geht über die engen Szene-Sehweisen hinaus. In diesem "Synergie-Turbo" bildet SUNG (körperlich-geistige Entspannung) die Königsdisziplin zu "Innerer Kraft im privaten / beruflichen Alltag". Ich habe bislang Schüler aus ca. 40 Ländern unterrichtet und viele bis zum DTB-Ausbilder zertifiziert. Weiterlesen: Richtig / Falsch im Tai Chi und Qigong.

"WISSEN WOLLEN" statt "GLAUBEN MÜSSEN"

Nachlese / Lehrgänge

Feedback auf DTB-Seminare zeigt: Wenn Teilnehmende ihren letzten Lehrgang Revue passieren lassen, so mischen sich typischerweise subjektive persönliche Eindrücke mit dem durchgearbeiteten Lehrstoff. Für Anfänger wie Fortgeschrittene gilt gleichermaßen: Erfolgserlebnisse sind von besonderer Wichtigkeit. Die integrierte DTB-Lernerfolgskontrolle schafft dabei eine großartige Orientierungshilfe. Der DTB-Beirat ist einbezogen in die stetige Anpassung an neue Standards.

Tuishou / Pushhands

Workshops, Block-Seminare, Zertifizierung -   040 2102123 Anlaufstelle Dr. Langhoff

Push-Hands-Meetings

Seit dem Jahr 2000 veranstaltet der DTB-Dachverband Intensivlehrgänge - vierteljährlich von montags bis freitags (55 Zeitstunden). Der für Mitglieder kostenlose Unterricht ist anerkannt als Bildungsurlaub, als ZPP-Zertifizierung und als Lizenzverlängerung von DTB-Übungsleitern.

 

Push Hands / Tuishou - faszinierend und dynamisch

Free Style Yang-Taijiquan-Pushing-Hands: Yang Chengfu Master Class SeriesDie Sparte "Push Hands" oder "Tuishou" ist für mich in mehrfacher Hinsicht faszinierend - u. a., weil sie, anders als in den Solo-Formen, durch die Einbeziehung eines Partners unmittelbar eine ganz eigene Dynamik entwickelt und Synergien schafft. Auch umfassen die "Schlagenden Hände" eine extreme Bandbreite von Anwendungsbereichen. Als Beispiel für "Neijia (Innere Kampfkunst)" ist das "Hände-Schieben" weltweit beliebt und erfreut sich großer Nachfrage. Jedoch sind Anforderungen, Trainingspläne und Lernziele uneinheitlich und stark vom jeweiligen Trainer abhängig. Man findet ein kaum überschaubares Repertoire für alle Zielgruppen. Der "Spielplan" reicht von kommunikativ-experimentellen Settings  über Gesundheitssport bis hin zu traditionellen Wushu-Anwendungen effektiver Selbstverteidigung.

Teil 1 - Mein Unterricht

Bei Aus- und Fortbildung von Lehrern orientiere ich mich an dem DTB-Modulhandbuch. Es schreibt ab 2022 für die Disziplin "Hände-Schieben" folgende Themenbereiche vor: Resilienz, Sensitivität / Wahrnehmung, Körperstruktur / Kinästhetik und Flexibilität / Reaktionsfähigkeit. Dies wiederum ist integriert in die chinesische Yin-Yang-Konzeption (hier mit dem Motto "Siegen durch Nachgeben").

Für mich sind bei der Beschäftigung mit dem Tuishou grundsätzlich Theorie und Praxis gleichrangig - sie sind sozusagen zwei Seiten derselben Medaille. Daher bildet beides zu meinem Unterricht eine Einheit. Ich möchte meinen ganzheitlichen Ansatz hier kurz erläutern.

Typischerweise beginne ich den Unterricht mit der Frage, ob vom Inhalt und Ablauf der vorhergehenden Stunde noch etwas zu klären sei. Dies ist fast nie der Fall, aber als Pädagoge rekapituliere und ergänze den Lehrstoff des öfteren. Ich erhoffe mir damit eine höhere Motivation der Teilnehmenden zum "Alltags-Transfer" dessen, was sie bei mir lernen.

Tuishou-Ausbildung: Pushhands: Vertikaler Kreis (Quelle: DTB-Lehrvideo, Dr. Stephan Langhoff demonstriert)Dann folgen ruhige Übungen zur Einstimmung. Dies dauert etwa 15 Minuten. Im Vordergrund stehen Achtsamkeit, Zentrierung und der Atem. Dafür eignet sich am besten ein leichtes myo-fasziales Training mit der dazugehörigen Dehnung. In Anfänger-Kursen, oder wenn Gäste zum Probetraining dabei sind, lasse ich das horizontale und vertikale Kreisen einüben. Bildquelle DTB-Lehrmaterialien: Integrales Push Hands / Tuishou Hamburg. Dort auch mehr Details zum Training.

Tuishou: Historie, Technik, Vergleiche: Sino-japanische Forschungen von Dr. Stephan LanghoffGelegentlich halte ich dabei auch ein "Impuls-Referat" zu Kernthemen wie "Yin-Yang-Strategie", "Folgen, anschmiegen" oder "Hysterese (Rückstellung gut trainierter Faszien)". Auch veranschauliche ich in solchen Situationen gern die Taiji-Prinzipien am Beispiel verwandter japanischer Kampfkünste wie Aikido, Judo oder Jujutsu. So scheint mir beispielsweilse ein Judo-Fußfeger Parallelen aufzuweisen zur Partner-Anwendung der Tai-Chi-Figur "Über den Lotus streifen". Fotoquelle: Youtube und DTB-Doku "Tuishou: Historie, Technik, Vergleiche: Sino-japanische Forschungen von Dr. Stephan Langhoff".

Danach folgt der Hauptteil mit ca 45 Minuten. Was ich in dieser Zeitspanne lehre, hängt davon ab, ob ich Anfänger oder Fortgeschrittene vor mir habe. Meine Maxime lautet: Vom Einfachen zum Schwierigen - es gibt die unterschiedlichsten Übungen mit zunehmender Komplexität.

Unabhängig vom Level geht es mir vorrangig um "den heiligen Gral des Bewegungslernens", nämlich das "Einschleifen" der Routinen mit dem Ziel, sie wahrhaft zu meistern. Dies erreicht man am besten durch ständige Wiederholung mit tiefgreifender Entspannung und beharrlicher Konzentration. Das Wechselspiel von Aktion und Reaktion wird bei den Fortgeschrittenen eine besondere Herausforderung durch den Einsatz von Fajin-Explosivkraft.

Am Ende des Unterrichts folgt noch der Ausklang als Überleitung in das Alltagsleben. Circa eine Viertelstunde lang lasse ich Einzel-Sequenzen der Solo-Form mit Partner ausführen und zwar in höchsmöglicher Konzentration und Disziplin. Je nach Komplexität derFiguren im Zeitlupen-Tempo oder in höherer Geschwindigkeit. Beide Partner dürfen sich dabei abstimmen. Diese "Brücke" zum Tai Chi Chuan (Taijiquan) schafft ein tiefergehendes Körpergefühl des Spürens, das traditionell die Innere Kampfkunst ausmachte. Bei vielen führt dieses "taktile Moment" zu neuartigen Empfindungen, über die wir uns dann auch austauschen. Dazu gibt es auch immer mehr wissenschaftliche Studien.

Teil 2 - Lehrmaterialien und Lernkontrolle

DTB-Lehrmittel-Download: Qigong Tai Chi Tuishou (Pushhands)Seit der Gründung des Gesundheitssportvereins Tai Chi Zentrum Hamburg ev im Jahre 1988 setze ich in meinen Kursen unterschiedlichste Lehrmaterialien ein - von anfang an auch audiovisuelle Ressourcen. Dazu zählten zunächst VHS-Cassetten, dann DVDs und schließlich Youtube-Kanäle. Durch das langfristige Sponsoring des DTB-Dachverbandes konnte dieser für den Lernerfolg so entscheidende Bereich immer mehr ausgebaut und verbessert werden. Seit Jahresbeginn steht der Lehrmittel-Bereich ganz im Zeichen der ZPP-Standards für Krankenkassen-Kurse. Zum leichteren Einüben der Stände, Gewichtungen und Richtungen wurden neue Lehrmaterialien erstellt. >

Teil 3 - Die Grundlagen für Theorie, Praxis und Anwendung

IIn gutem Unterricht gehen Theorie und Praxis Hand in Hand - ganz wie es die "Klassischen Schriften" fordern. Anfänger sind oft überrascht, wenn ich darauf hinweise, daß die traditionellen "Tai-Chi-Prinzipien" nicht primär auf die Solo-Formen zielen sondern auf die Partner-Arbeit. Ein Grund ist, daß die Wurzeln des Tai Chi Chuan (Taijiquan) in der Kampfkunst liegen - jedenfalls zu einem großen Teil.

freies Pushhands: Strategien, Techniken, Historie: Sinojapanische Forschungen Dr. LanghoffViele Partnerübungen "Innerer Kampfkünste" basieren auf grundlegenden Wirkungsweisen. Davon ist die innewohnende Nachgiebigkeit für mich wohl das wichtigste Merkmal. Das traditionelle Sinnbild dafür ist im Osten die Weide, die die Schneelast abrutschen läßt, ohne Schaden zu nehmen. Und dieses Prinzip liefert mir einen Schlüssel für verschlossene Türen, die sich mir im Laufe von Jahrzehnten öffneten. Stetes Training fördert Innere Kraft und Resilienz, die man dann nie mehr missen möchte./p>

Teil 4 - Respekt und Vorsicht besonders bei Anwendungen mit einem Partner

Push-Hands-Ausbildung im DTB-Verband basiert auf Respekt und VorsichtFür mich haben Respekt und Vorsicht im Unterricht Priorität - dies gilt insbesondere bei Anwendungen im Pushhands und bei der Selbstverteidigung. Die Anwendung der Techniken am Partner ist ja nicht ohne Risiko besonders dann, wenn die Übungen schnell und mit Fajin ausgeführt werden. Unerfahrene Kämpfer sollten sich besonders diszipliniert verhalten, um die Bewegungsabläufe so zuverlässig einzuschleifen, daß die Gefahr von Verletzungen minimiert wird. Gerade bei großen Gruppen kann der Lehrer ja nicht überall in Reichweite sein.

TTuishou / Pushhands und Faszien-Qigong

Ein zentrales Thema in meinem Unterricht ist das elastisch-federnde Umgehen mit dem Druck des Partners. Für diese "eingebaute Resilienz" nutze ich Forschungen und Erkenntnisse über "Bindegewebe / Faszien", um mich von "Qi-Esoterik" abzugrenzen. Ich habe dafür in meinem Unterricht die Extra-Sparte "Faszien-Qigong" eingeführt. Damit zeige ich, daß das "Training der Qi-Kraft", wie Qigong übersetzt ja heißt, keineswegs mystifiziert werden müßte: Entsprechende Charakteristika des Bindegewebes lassen sich durch moderne Forschung auf wissenschaftlicher Grundlage nachweisen.

In besonders engem Zusammenhang steht das von mir entwickelte Faszien-Qigong mit dem Tuishou / Pushhands. Der Grund ist leicht erklärbar: Die angebliche "Qi-Kraft", die im Tai Chi und Qigong den Körper zu einer Einheit strukturiert und als Ganzheit wirken läßt, ist ja nicht nur fühlbar bei der Eigenwahrnehmung. Vielmehr ergeben sich beim Körperkontakt mit dem Partner viele zusätzliche Erfahrungen, wie genau das Hineinspüren in das Gegenüber vonstatten geht.

In der Partnerarbeit werden die myo-faszialen Verkettungen ja auf eine Art gefordert, die wesentlich komplexer ist und die ganz andere Fähigkeiten entwickelt als es beim Training von Solo-Formen möglich ist.  Quelle: a href="http://www.pushhands-tuishou.de/faszien.html">Tuishou / Pushhands und Faszien-Qigong.

Training des "Kontra-Intuitiven"

Auch nach 50 Jahren Erfahrung mit "weichen Prinzipien" des Wado-Ryu und seiner Ur-Form Jujutsu hat für mich bei den Partner-Übungen das "Kontra-Intuitive" etwas faszinierendes. Die ungewohnte Forderung: Man setze der Kraft Lockerheit und Flexibilität entgegen und man ziehe mit dem Bein statt sich abzudrücken. Das ist leicht gesagt aber die Umsetzung erfordert "eine zweite Natur", die langfristig antrainiert werden muß. Für meine Kurs-Teilnehmer ist dies eine immerwährende Herausforderung. Quelle: AG für Tuishou / Pushhands.

Tai-Chi-Tuishou  und Free Pushing Hands

Tuishou ("Schiebende Hände", international "Push Hands / Pushing Hands") wird von vielen Praktizierenden lediglich als die Partnerform des Tai Chi (Taijiquan) definiert. Doch das System ist für mich weit mehr als nur "anfaßbares Tai Chi". Warum? Nun dieses Wissen ist begründet in meiner Kampfkunst-Vita und meiner persönlichen Erfahrung mit den Überlieferungen meiner östlichen Lehrmeister. Davon weitergeben kann ich vermutlich nur einen winzigen Teil - entscheidend ist hier der individuelle Entwicklungsweg, das DAO.

Tuishou-Partnerübungen: Pushhands, Übungen, Treffen, Forum, Workshops, Workgroups, Ausbildung DeutschlandTrotz meiner jahrzehntelangen Expertise beschäftige ich mich gern mit den "Basics / Essentials". Durch Einbeziehung mentaler Aspekte in fortgeschrittenen Stadien führt diese Kompetenz direkt zur "DNA Innerer Kampfkunst". Es ist der Königsweg zu den eigenen Potenzialen. Beim Üben kommt mir meine Erfahrung zugute mit den kreisförmigen "weichen" Techniken des Wado-Ryu-Karate und Jujutsu wie man sie auch im Aikido und Judo findet. Trainiert werden dabei grundlegende Muster, in denen Körper und Geist zusammenwirken und sich komplementär ergänzen - ganz so wie es die Yin-Yang-Philosophie fordert. Dabei sind Körper-Struktur, Taktiles / Interozeption und Bewegung wichtige Elemente.

Ich bin keinem chinesischen Push-Hands-Meister zur Loyalität verpflichtet und habe mir durch meine Forschung und fünfzigjährige Erfahrung eine eigene unabhängige Einstellung erarbeitet. Mein Standpunkt: Erst gereinigt von "Ballast" (z. B. Halbwissen, Dogmen und Wunschdenken) entfalten die Pushhands-Drills ihr eigentliches Potenzial. Richtig vermittelt und regelmäßig betrieben bieten sie modernen Menschen ein inspirierendes Repertoire an Erfolgs-Strategien, die helfen können, das Leben besser zu meistern und fitter da zu stehen. Gefördert werden u. a. Innere Widerstandskraft und Unabhängigkeit, sowie Lebensqualität, Ausgeglichenheit und Zufriedenheit.

Traditionelles Tuishou ist m. E. leider im Aussterben begriffen - ich habe mich dazu an anderer Stelle geäußert. Heutige Formen mit ihren veränderten Zielsetzungen sind wenig mehr als  ein "entschärftes" Erbe chinesischer Wushu-Tradition. Aber sie bilden ein exzellentes Fitness-Programm, von dem u. a. Muskulatur, Gelenkigkeit, Koordination und das Faszien-Netzwerk profitieren. Diese Kombination verbessert zudem nachhaltig das Gleichgewicht und die Reaktionsfähigkeit. Darüberhinaus entfalten die Drills - besonders im Freien Pushen - ein ganz besonderes Potenzial, das in Martial-Arts-Kreisen als "Mind-Body-Sensivity" bezeichnet und als unverzichtbar angesehen wird.

Push Hands / Tuishou und Innere Haltung: Willenskraft, Kampfgeist, ResilienzPush Hands ist "Resilienz-Training par Exellence" - es geht ja darum, eine aussichtslos erscheinende Lage zu wenden und zum eigenen Vorteil zu nutzen. Und wer wollte das nicht können? Leider sind etliche meiner Kollegen auf der Suche nach einer Art von "Qi-Superkraft" und "Qi-Meistern" in eine Sackgasse geraten. Sie suchen verlorene Schlüssel gern unter der Laterne - wo es heller ist ... . Während ich innerlich stärker und unabhängiger geworden bin, bleiben sie befangen in ihren Vorurteilen. Sie erheben die "Klebenden Hände" zur Metapher und haften selbst dort, wo sie besser loslassen sollten.

Literatur für Tuishou / Push Hands / Freies Push Hands

Vollständiger Artikel: Push Hands /Tuishou

Tuishou / Pushhands: Schritt-Diagramm für Dalü-Anwendung Die Übung des "Inneren Tachi" galt früher als Geheimwissen der Yang-Familie und wurde nur an Ausgewählte weitergegeben. Sie hat sich erhalten im "Authentischen Yang-Stil", im "Originalen Yang-Stil", und im "Klassischen Yang-Stil".