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Verbände und Lehrende sind oft verstrickt in Kommerz, Lobbyismus und Heilslehren

Anstatt falsche Lehr-Inhalte zu korrigieren werden Forschungen ignoriert und Fakten kleingeredet

Zudem ist ihr traditionell-esoterischer Moralkodex unvereinbar mit Güte-Standards westlicher Erwachsenenbildung

Mein Alternativ-Ansatz schafft ein umfassendes Korrektiv für Fehlentwicklungen wie Fundamentalismus, Folklore und Ignoranz

Mein Markenkern ist Lernen und Lehren nach ideologie-freien Qualitätsstandards, Fakten-Treue, Unabhängigkeit sowie innere Weiterentwicklung

TAI-CHI-MEISTER / QIGONG-MEISTER

Qigong-Tai-Chi-Ausbildung Deutschland - Dr. Stephan LanghoffIch unterscheide mich von anderen Lehrenden auf vielfache Art und Weise - auch bei der Frage von Wushu-Titeln und Graduierungen. Auf den Punkt gebracht würde ich es so formulieren: Ich trete ein für Werte westlicher Erwachsenenbildung - insbesondere wissenschaftliche Arbeitsweise und weltanschauliche Neutralität/ Ideologiefreiheit. Dies fällt mir aufgrund meiner Persönlichkeit, meinen Neigungen und meines Werdeganges sehr leicht. Meinen ganzheitlichen Ansatz nenne ich: Die Gestalt-Methodik des "thinking outside the box". Sie erfordert ein "Über den Tellerrand Schauen", das ich bei vielen Lehrenden leider vermisse.

CHINESISCHE WUSHU-GRADUIERUNG

Was nun Titel wie z. B. "Meister" anbetrifft, so kann man mich gern "altmodisch" nennen - ich meine damit nämlich richtig verstandene persönliche Meisterschaft und nicht Egoismus bzw. Verhaftetsein in Überlieferungen von Dynastien, bei der es gar nicht um echte Weiterentwicklung im Sinne des Taoismus / Buddhismus geht. Mandatierung und Verifizierung bleiben zudem oft unbelegt.  Besonders, wenn es um Aus- und Fortbildung von Lehrenden hierzulande geht, empfinde ich solche Narrative und Guru-Kult als Sackgasse für Laien - ich empfehle mich daher als erfahrener, beratender Mentor auch zu solchen Titel-Fragen (s. auch Qigong-Meister).

MEISTERSCHAFT ALS KAMPF GEGEN SICH SELBST

Während der nunmehr 5 Jahrzehnte meiner Beschäftigung mit östlichen Künsten haben sich viele meiner Ansichten (natürlich) stark gewandelt. Doch interessanterweise nicht beim Kernthema Meisterschaft. Stets bin ich der These gefolgt, daß es sich dabei alles um den Kampf gegen innere Gegner dreht - und die sind oft schwerer zu besiegen als äußere! Die Idee der inneren Weiterentwicklung empfinde ich als hilfreich und spannend zugleich.

 

 

Tai-Chi-Meister und Qigong-Meister

Ich werde oft zum "Meister-Grad" befragt - es gibt ja neben dem normalen "Meister" bekanntlich noch "Großmeister" und "Altmeister". Und es gibt die Vorstufe "Lehrer". Oft benutzt man auch den Titel "Lehrmeister".

Meine persönliche unromantische Beurteilung des Meister-Titels möge indes niemanden entmutigen, den östlichen Weg zu beschreiten, halte ich ja grundsätzlich für einen sehr empfehlenswerten Weg, aber man sollte die Dinge sehen, wie sie nun einmal sind und nicht angestrengt beiseite schauen. Selbst-Inszenierung, Hypes und Handelsware haben längst das Ruder übernommen - bezogen auf letzteres könnte man bereits von einer "Taiji-Qigong-Amazonisierung" sprechen.

Grund genug also, sich ein paar Gedanken zu machen zur Frage der Ansprache von Lehrenden und Einordnung der jeweiligen Stellung und Kompetenz.

Der Meister-Titel

Im östlichen Kulturkreis gibt es eine Fülle von Bezeichnungen, mit denen Schüler ihre Lehrer anreden. Bekannt sind "Guru" (indisch), "Sensei" (japanisch), "Shifu" und  "Laoshe" für das chinesische Wushu bzw. Kungfu.

Chinesische Vereinigungen haben alle ihre eigenen Prozeduren und Kriterien für Meisterschaft und Linienhalterschaft. Das gilt auch für für Tai Ch und Qigong. Allen voran natürlich die jeweiligen Familien-Dynastien.  Traditionell erlangte man ja quasi durch Geburt Teilhabe an einer Meister-Dynastie. Eine übergreifende Transparenz geschweige denn eine Einheitlichkeit ist für mich nicht erkennbar. Dabei wäre eine Verifikation jenseits von Machtgefügen hinter geschlossenen Türen doch durchaus etwas Vorteilhaftes.

Mein Standpunkt ist: Es gibt kein einziges valides übergreifendes Kriterium um einen Lehrmeister in fernöstlichen Künsten zu küren - wie man sich auch dreht und wendet. Welches sollte dies auch sein? Unbesiegbare Taiji-Meister oder kugelfeste Qigong-Meister, von denen die "gefühlten Fakten" der Kungfu-Folklore künden sind ja eher lächerlich angesichts der weit verbreiteten nachgewiesenen Tricksereien und Täuschungen.

Nicht zu vergessen ist auch der Nachwuchs - bei den "Meisterschülern" läßt sich eine Art Inflation beobachten. Siehe auch den Bericht Tai Chi Symposium - Proceedings, Feedback, Reviews, Conclusions.

Heutzutage bescheinige ich vielen, die sich Meister nennen - und einigen ihrer deutschen Platzhaltern eine "Meisterschaft als Seelenfänger" zu der noch eine recht ausgeprägte "Meisterschaft in Kommerz" hinzukommt. All dies ist mit Standards westlicher Gesundheitsbildung unvereinbar! Es ist mir klar, daß das niemand gerne hört - schon gar nicht die Betroffenen und ihre Schülerschar. Doch gerade letztere sollte "Partei-Zwang" ablehnen und sich ausrichten nach Ideologie-Freiheit und Faktencheck, wie ich es meinem Lehrmodell des "Richtig Lernen und Lehrens" zugrundeliegt.

 Update: Qigong-Meister: Der Guru-Nimbus verliert an Strahlkraft

Chinesische Qigong-Meister sind sich einig: Qigong ist ein exzellentes Training der Lebensenergie Qi. Qigong stärkt die inneren Organe, die Knochen, Sehnen und Muskeln. Und in der Tat beweisen wissenschaftliche Qigong-Studien eine Fülle positiver gesundheitlicher Auswirkungen. Korrekt ausgeführt und regelmäßig betrieben bemerken viele einen Zuwachs an Resilienz, Lebenskraft und Lebensqualität. Doch solche Erfolgsmeldungen können den Verfall der Reputation von Qigong-Meistern in ihrem Heimatland China nicht aufhalten: Die einstige Strahlkraft und der Nimbus sind weitgehend dahin. Ein Grund sind die zahllosen Berichte über Scharlatane und Bauernfänger, die harmlose Gemüter nach Strich und Faden betrügen. Dessen ungeachtet fühlt sich ein Großteil von deutschen Qigong-Vereinigungen dem einstigen Guru-Nimbus so verpflichtet, daß sie lediglich geschönte Qi-Welten zulassen und sich in ihrer Community zelebrieren als Zirkel mit einzigartiger Besonderheit.

Qigong-Tai-Chi-Meister - Lehrinhalte der Seminare in Deutschland

Die von mir eingeladenen chinesischen Lehrmeister galten den Themen Innere Kampfkunst, Meditation und Gesundheitssport. Ihr Unterricht ist jedoch nach Auffassung des DTB-Dachverbandes erst vereinbar mit westlicher Erwachsenenbildung, wenn er Prozesse der "Läuterung" durchlaufen hat. Dazu gehören Demystifizierung und weltanschauliche Neutralität. Unter dieser Maxime haben diese chinesischen Protagonisten ihrer Familien-Dynastien erheblich zu einer Weiterentwicklung der DTB-Gesundheitsprogramme beigetragen - z. B. des Standardprogramms "Fitness aus dem Reich der Mitte". Weitere Bereiche sind: Fitness, Gesundheitssport,, Gesundheitskontrolle, Bewegung und Entspannung, Bewegungsforschung, Sportmedizin, Sportwissenschaft. Siehe dazu das DTB-Glossar, das DTB-Personen-Register und den Artikel Tai Chi Meister werden.

Was macht einen Meister aus?

Diese und ähnliche Fragen werden mir des öfteren gestellt und die daraus entstehenden Diskussionen sind sehr interessant. Ich würde mir wünschen, daß Lehrende dieses Thema im Unterricht offen ansprechen und klar Stellung beziehen für den Bereich Kungfu bzw. Wushu. In der DTB-Lehrercheckliste dient dieser Punkt als Kritierum, seriöse Anbieter von sekten-artigen Gruppierungen zu scheiden. Bezeichnungen wie "Großmeister" und "Linienhalter" werden oft ungeprüft übernommen.

Qigong-Lehrer / Tai-Chi-Lehrer werden

Mir wird gelegentlich die klare Frage gestellt: "Wie kann ich Qigong-Meister werden"? bzw. "wie kann ich Tai-Ch-Meister werden"? Nun ein einfaches Wochenend-Seminar wird dafür schwerlich ausreichen. Doch Scherz beiseite. Ich erkläre dann für gewöhnlich, was ich eingangs schon sagte: Meister-Graduierungen in östlichen Künsten sind nicht einheitlich geregelt und die damit bescheinigte Expertise ist für viele Ernsthafte fragwürdig. FAQ-Seite des DTB-Recherche-Verbundes: Meister werden: Tai Chi Qigong. Siehe auch das Personen-Register und den Seminar-Kalender hier: Qigong-Meister.

Tai-Chi-Meister und Qigong-Meister - die "neue Religiosität"

Den mit "Taiji-Meister" oder Qigong-Meister" bezeichneten Persönlichkeiten treten viele kritiklos und verehrend gegenüber - dies ist ein typisches Merkmal von Glaubensgemeinschaften und Heilslehren. Es geht dieser "neuen Religiosität" allzu oft um Gehorsam und Loyalität auf der traditionellen Wushu-Basis. Im Laufe der Zeit habe ich diese Fundamentalismus-Folklore immer mehr abgelehnt und beschrieben, warum sie in der normel Form nicht zur Entwicklung gefestigter Persönlichkeiten führen kann, wie sie meiner Methodologie des "Richtig Lernens und Lehrens" entspricht.

Zudem kann dieser traditionell-östliche Weg leicht zu Selbsttäuschung führen, da er nicht an der Erkennung von Fakten ausgerichtet ist sondern an Wude-Moralkodex. Vielmehr wird in der Szene hierzulande zumeist "Des Kaisers Neue Kleider" gespielt und man malt sich die Welt, wie sie einem gefällt. Als hilfreiche Mentoren und Förderer eignen sich solche Lehrenden m. E. nicht.

Diese Art von Kulissen-Schieberei und Selbst-Inszenierung ist insbesondere in westlicher Lehrerausbildung eine ärgerliche Sackgasse, die jeder leicht vermeiden kann, wenn er sich an ideologie-frei arbeitende Organisationen wendet, wie beispielsweise den Dt. Zentral-Verband DTB. Siehe auch den Arbeitskreis Graduierung Köln Saarbrücken.

Lehrende und Selbsttäuschung: Den passenden Lehrer finden

In meinem neuen Artikel "Den passenden Lehrer finden" beschäftige ich mich mit einem in der Taiji-Qigong-Szene weitverbreiteten Tabu. Lehrende des Taijiquan oder Qigong sind gemeinhin nicht für übergreifende Ausgewogenheit und kritischen Faktencheck bekannt - klar, denn ihre traditionellen Grundlagen versehen sie ja mit universeller Gültigkeit ihrer Mantras und machen sie zu Mitgliedern einer illustren und erhabenen Gemeinschaft. Die Folge: Viele sind beseelt von einem missionarischen Eifer, der sie anspornt Dinge anders zu sehen als sie tatsächlich sind. Dabei sollten doch gerade östliche, buddhistisch geprägte Künste eigentlich diesem Phänomen der Selbsttäuschung entgegenwirken und Führungspersönlichkeiten zu bilden, die mit beiden Füßen fest auf dem Boden der Realitäten stehen. Alan Watts hat dies sehr schön formuliert, als er sagte: Es geht nicht darum, besser zu träumen sondern darum, aufzuwachen! Skript-Download: Kursleiter / Lehrer Tai Chi Qigong Schulen.

 Chinesische Meister - Ämter, Organisationen und Mandatierung

Funktion /Amt, Rollenverständnis und Profil eines Meisters sollten kritischer hinterfragt werden als es gemeinhin in der Szene üblich ist. Gleiches gilt für Organisationen, in denen sie, wen wundert es, typischerweise das höchste, weil einflußreichste Amt bekleiden.

Bei der Suche nach der richtigen Schule fragen sich Lehrer-in-Spe zu Recht, was sie von einem Tai-Chi- oder Qigong-Meister erwarten sollen - und wie sie dessen Meisterschaft, Funktion und Mandatierung als Laien überhaupt beurteilen sollen. Beide Künste wurzeln historisch ja größtenteils in sektiererrischer Abschottung.

In meinen berufsbegleitenden Lehrer-Ausbildungen in ganz Deutschland spielt auch das Thema der Deutungshoheit, Graduierung und Verifizierung eine Schlüsselrolle. Meine Seminare basieren auf dem "Montag-bis-Freitag-Block-Format" und dem "Alltags-Transfer", sodaß in diesem Kompakt-Unterricht für alles Zeit genug bleibt, um ihre Fragen zu besprechen.

Aus der traditionellen Sicht der Familien-Dynastien und ihrer heutigen Amtsinhaber wurde man früher als Tai-Chi-Meister geboren, denn die Geheimnisse des Schattenboxens wurden nur innerhalb der Familie weitergegeben. An Außenstehende wurde nur ein Teil-Wissen offenbart. Ähnliche Bedingungen galten häufig für das Qigong (s. Eisenhemd-Qigong). Soweit das gängige, romantisierende Narrativ, das jedoch schon seit langem von Kommerzialisierung und Heilslehren aufgeweicht wird. Zudem ging im Laufe der Zeit immer mehr Wissen verloren.

ZZudem wird der Überblick über die Situation erschwert durch das vermehrte Auftreten von Taiji-Glaubensgemeinschaften. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage an Bedeutung, was heutzutage einen Meister des Tai Chi ausmacht und wie sich die Kritierien für eine zeitgemäße Beurteilung künftig verändern werden.

Chinesische Meister in Deutschland

Taiji-Qigong-Meister aus China haben es in Deutschland leicht bzgl. ihrer Anerkennung. Der Respekt ist ihnen sicher - zumindest bei dem Großteil der Praktizierenden, die sich in Loyalität und Kritiklosigkeit üben. Hinterfragen ist ihre Sache nicht und so plappern sie bisweilen sogar Statements nach, die mir fast die Schamröte ins Gesicht treiben!

Seit ich vor über 50 Jahren begann, mich mit asiatischen Meistern der Kampfkünste, der Meditation und der Gesundheitsübungen näher zu befassen, bin ich auch immer wieder auf Negativ-Beispiele getroffen, die die früher hoch angesehenen Ehrentitel "Tai-Chi-Meister" und "Qigong-Meister" in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen. Damit stehe ich übrigens nicht allein - ich verweise auf die zahlreichen Sekten und Scharlatane im Bereich Taijiquan und Qigong. Dies gilt dies inzwischen auch für China selbst, wo der Titel des Qigong-Meisters oft mit Argwohn betrachtet wird und bisweilen offenbar schon eine Art Schimpfwort geworden ist.

Ich habe in den vielen Jahrzehnten meiner Beschäftigung mein Hauptaugenmerk auf die Entwicklung von Qualitätsstandards und Graduierungen gelegt und zwar auf der Grundlage der westlichen Erwachsenenbildung. Die Lobby-Organisationen chinesischer Taiji-Qigong-Dynastien befinden sich damit nicht nur nicht im Einklang, sondern sie unterminieren Transparenz und Teilnehmerschutz nachhaltig. Auch mit dieser These stehe ich nicht allein - jedoch bin ich einer der wenigen Lehrenden, die dieses Dilemma offen ansprechen und an einer Lösung arbeiten. Siehe dazu meinen Artikel "Tai-Chi-Meister oder Qigong-Meister werden in Deutschland - häufige Fragen zum Weg/Dao des Taoismus und Buddhismus".

Mandatierung und Funktion in chinesischen Dynastien und Clans

Die Frage der Bevollmächtigung in östlichen Kampfkunsttraditionen ist ein immerwährendes Ärgernis, weil Kommerz und Fiktionen oft ein eine unheilvolle Allianz eingehen. Heutzutage geben immer mehr chinesische Taiji-Qigong-Meister vor, ihre Familien-Dynastien offiziell und weltweit zu vertreten. Für dieses Narrativ werden internationale Organisationen gegründet, in denen sie persönlich als höchste Amtsinhaber fungieren. Sie berufen sich in dieser Funktion oft auf einen unverhandelbaren Auftrag: Sie pochen auf ihre Bevollmächtigung zur Deutungshoheit. Im Bereich westlicher Erwachsenenbildung birgt diese angemaßte Befugnis und Voreingenommenheit grundsätzlich ein interessantes, vielschichtiges Spannungsfeld, wenngleich es typischerweise von interessierter Seite tabuisiert oder heruntergedeutelt wird. Zu einer solchen oft quasi-religiös geprägten Mission gehören in erster Linie Fragen der Etikette, etwa Direktiven und Weisungen, wie man sich als Mitglied der Community traditionell zu verhalten hat. Der DTB-Dachverband möchte gerade Funktionsträger in Führungsebenen dazu sensibilisieren, sich mit diesem Problem-Bereich zu beschäftigen. Siehe dazu meinen Artikel Chinesische Meister, Ämter, Organisationen, Mission, Mandatierung.

Normierte Graduierungen?

Angesichts der jüngsten neuerlichen Betrügereien und Tricksereien sogenannter "Taiji-Meister" in China (s. den "Tauben-Fake von Wei Lei) gewinnt das Thema "Graduierung und Transparenz" auch hierzulande an Relevanz. Bislang fehlt ja ein überzeugendes System zur Überprüfung der "Inneren Kraft" (s. z. B. Nairiki). Es gibt in den Verbänden keine Einigkeit über die Frage der Qualitätsstufen im Tai Chi. Oft wird in der Taiji-Szene eine Graduierung vehement abgelehnt aber ich plädiere bei diesem interessanten Thema für eine differenzierte Sehweise. Ich bin mit vielen der Meinung, dass es jedenfalls im Qigong keine Stufen geben sollte, aber Tai Chi ist historisch klar eine Kampfkunst. Dieses Erbe ist für mich jedenfalls auch heute noch erhalten in der Vorstellung "Kampf gegen sich Selbst" zur Entwicklung innerer Stärke. Warum sollte sich das nicht in einer normierten Graduierung widerspiegeln? Die Voraussetzung von Prüfungen hat der Dachverband ja bereits geschaffen. Auch wurden Armbänder mit unterscheidenden Farben eingeführt. Siehe dazu den DTB-Arbeitskreis Tai Chi Ausbildung Bonn Köln unter meiner Leitung.

DTBDTB-Lehrerausbildungen für Tai Chi und Qigong - der Weg zur Meisterschaft in einzelnen Schritten

Die von mir geleiteten Intensiv-Seminare im Block-Format unterscheiden sich grundsätzlich vom Unterricht chinesischer Meister - dabei meine ich nicht das Training als solches sondern den Rahmen. Meiner ist ideologie-frei und orientiert sich an den Standards westlicher Erwachsenenbildung. Auch spielt bei mir der Alltagstransfer eine zentrale Rolle. Für Fundamentalismus, Mythen und Folklore findet sich in meiner Methodik des "Richtig Lernens und Lehrens" kein Platz. Siehe auch die Distanzierungen auf href="http://www.tai-chi-meister.de/"> http://www.tai-chi-meister.de/ . Will man diesen Weg gehen, so stellt sich natürlich die Frage:  Wie findet man den richtigen Ansprechpartner?

Ich empfehle das auch vom DTB-Dachverband empfohlene Vorgehen bei der Lehrersuche. Diese hilfreiche Tabelle bildet eine Richtlinie oder Checkliste, bei der Schritt für Schritt der gesamte Weg zur individuell passenden Ausbildung beschrieben wird.

1. MOTIVATION ⇒

2. RECHERCHE ⇒

3. BERATUNG  ⇒

Z. B: Die eigene Gesundheit fördern und diese Kenntnisse eigenen Schülern vermitteln

Internet-Suche: Erste Infos zu Lehrer und Schulen sammeln

Die zentrale DTB-Info-Stelle bietet Hilfe, die entscheidend sein kann

4. AGB-CHECK ⇒

5. BEWERTUNG ⇒

6. ENTSCHEIDUNG ⇒

Schriftliche AGBs sind entscheidend - nicht mündliche Absprachen

Anbieter / Kosten vergleichen: Vor- und Nachteile abwägen

Vertrag abschließen und intensiv in Kontakt bleiben mit dem Ausbilder

Viele Interessenten entscheiden sich für den DTB-Zentralverband, seine Schulen und sein Dozenten-Team mit mir als oberstem Ausbilder. Die rege Nachfrage zeigt den weiterhin großen Bedarf. Auch immer mehr Institutionen der Gesundheitsbildung gehören dazu - kein Wunder übrigens, denn der DTB arbeitet ideologie-frei, zertifiziert für ZPP/ Krankenkassen und bietet Fach-Fortbildungen in ganz Deutschland an.

 

 

Neue Zitat-Seite online zum Thema "Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center"

Meine Meister-Kritik habe ich detailliert an einem weltweit verbreiteten Bereich dargelegt, der mir bestens vertraut ist, dem Yang-Taijiquan der Meister Yang Zhenduo und Yang Jun. Dabei spreche ich gern vom "Yang-Chengfu-Center-Syndrom", in das auch die anderen chinesischen Taiji-Dynastien Chen, Wu, Wu-Hao und Sun verwickelt sind. Im Zentrum steht der berühmte Standardisierer Altmeister Yang Chengfu. Nach dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft ist die Bedeutung des Altmeisters für den normalen Praktizierenden hierzulande stetig gesunken - ein Grund ist sicher seine für heutige Yang-Stilisten bizarre Behauptung, nur Taijiquan nutze die "Qi-Energie".

"Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center" sind die offiziellen Vertretungen der Yang Familie in den jeweiligen Ländern und von Großmeister Yang Zhenduo und/oder Meister Yang Jun schriftlich zertifizierte Tai Chi Schulen. In Deutschland sind dies seit 2000 das "Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center" in Köln geleitet von Frank Grothstück und seit 2005 das Yang Chengfu Tai Chi Chuan Center in Berlin, geleitet von Johannes Mergner. Quelle: Yang Chengfu Tai Chi Center Köln Berlin. Der Präsident der International Association Großmeister Yang Jun hat seine Folklore-Weltsicht ja überall dargelegt - sehr aufschlußreich ist sein Bericht über seine "Inneren Welten" auf EsoGuru.com.  Siehe Großmeister Yang Jun (6. Generation Yang-Familie).

Chinesische Meister und Kampfkunst

Ein für viele recht spannender Bereich ist die oft reklamierte Überlegenheit des Taiji und Qigong in puncto Kampfkunst. ln China sind aufrichtige Bemühungen um mehr Transparenz gewöhnlich zum Scheitern verurteilt - nicht zuletzt wegen der Macht der Lobbyisten, die Wushu-Mystik und Wude-Moralkodex für unverzichtbar halten. Umso bemerkenswerter ist das große Medien-Echo und eine Hinwendung zu mehr Faktentreue im Falle des Yang-Tai-Chi-Meisters Wei Lei. In einem Duell mit MMA-Coach Xu Xiaodong unterlag er bereits nach wenigen Sekunden. S. dazu meine Extra-Seite Tai-Chi-Meister und Qigong-Meister und Kampfkunst.

Chinesische Meister, Tradition und Loyalität

Die innere Verfassung chinesischer Meister in ihrer Komplexität zu erfassen versuche ich in meinem Artikel über nachprüfbare Standards Tai Chi Qigong Meister in Deutschland. Ich beziehe dabei auch offizielle Statements von Großmeistern des "Internationalen Tai-Chi-Symposiums 2014 in Louisville USA" mit ein sowie wichtige Zitate aus den "Yang Family Hidden Transmissions". Die Verpflichtung der Meister, das in ihrer Familientradition überlieferte Wissen zu erhalten und bei Bedarf auch zu verändern wird unter deutschen Lehrern immer öfter leidenschaftlich diskutiert. Denn diese Sach-Zwänge sind unlösbar verknüpft mit Fragen zu Respekt und Loyalität. Siehe den Kurs-Kalender der Taijiquan-Qigong-Bundesvereinigung DTB für Tai Chi Ausbildung Göttingen und die Nachschulungen Ausbildung Niedersachsen Hannover Oldenburg .

Anmerkung zur Loyalität und Tradition

Viele der besten asiatischen Lehrmeister des Taijiquan und Qigong entsprechen nicht den westlichen Kriterien von Ideologie-Freiheit und weltanschaulicher Neutralität. Durch die vielfach geforderte Loyalität trägt ein Großteil der östlichen und auch westlichen Schülerschaft viele Fiktionen chinesiscdher Tai-Chi-Meister kritiklos mit, die einem Fakten-Check, wie er der DTB-Arbeit zugrundeliegt, nicht standhalten. Dies sollte man wissen, um Fehlurteile und Fehleinschätzungen zu vermeiden. Ein anschauliches Beispiel ist die moderne Faszien-Forschung, deren Wichtigkeit bzgl. "Innerer Kraft" häufig nicht erkannt wird (vgl Mike-Sigman-Interview). Sie unterstreicht die enorme, früher unterschätzte Bedeutung des Bindegewebes. Vieles von dem was chinesische Meister dem "Qi" und dem Qigong zuschreiben, läßt sich ganz ohne Magie mittels der "myo-faszialen Ketten" erklären. Eng verbunden damit ist der Irrtum bzw. die Doktrin chinesischer Taiji-Meister, es gäbe nur eine "Innere Kampfkunst" nämlich Tai Chi. Doch das ist ein längst widerlegtes Vorurteil: Z. B. gibt es im japanischen Budo Übungen zur Stärkung der Inneren Kraft. Sie entstammen dem Klassischen Jujutsu - mehr dazu auf der Subdomain Takamura-ha Shindo Yoshin Ryu Jujutsu und Kaisho Toby Threadgill.

S. auch den Bereich "Gesundheits-Qigong (Health-Qigong)" Stundenbilder Qigong (Checkliste Kriterien zur Sekten-Abgrenzung).

Blended Learning: Kombinierte Taiji-Qigong-Ausbildung - von anfang an mit Video-Unterstützung

1989-2019: 30 Jahre Lehrvideos mit Dr. Langhoff aus HamburgSchon vor 30 Jahren habe ich Lehrvideos produziert als Vor- und Nachbereitung meines Hamburger Unterrichts. Von anfang an gab es im In- und Ausland ein reges Interesse an Selbststudium ohne Lehrer, das bis heute anhält. Im Laufe der Zeit entstanden eine Reihe von Neu-Auflagen, die immer besser wurden. Doch stets war der Dreiklang Gesundheit-Meditation-Kampfkunst. Unvergessen ist mir der älteste Set, den wir im Botanischen Garten der Uni Hamburg drehten - gleich neben der Pagode aus Shanghai. Zunächst wurde in VHS gedreht, dann SVHS und dann ab 2000 ganz modern für DVD-Ausgabe-Formate und fürs Online-Üben. Unterrichtetet wird auf den Lehrvideos und in den Präsenz-Kursen die Yang-Stil-Langform (Solo-Form) in der Ausführung von Altmeister Yang Chengfu. Sie ist bundesweiter DTB-Standard. Sie hat 103 Bilder und dauert 30 Minuten. Schwerpunkte des Qigong-Curriculums sind Übungen des "Health-Qigong" (langzeit-evaluiert) aber auch viel Eisenhemd-Qigong / Hartes Qigong, Kranich-Qigong und Faszien-Qigong, Quelle: Ausbildung Hamburg Qigong-Taijiquan-Kombination: Stufung vom Kursleiter bis zum Ausbilder.

Push Hands (Tuishou) - Lesetipp

Update: Der neue Push-Hands-Artikel von Dr. Langhoff beschreibt weitverbreitete Fehleinschätzungen und längst widerlegte Vorurteile zur "bekanntesten und wichtigsten Taijiquan-Partnerübung". Wohl in keinem Bereich des Tai Chi und Qigong ist der "Guru-Nimbus" tiefer verwurzelt als im Tuishou. Protagonisten von Heilslehren und Lobbyisten unterschiedlichster Couleur malen ihre geschönten Qi-Welten von Esoterik-Folklore, vorgeblicher Unbesiegbarkeit und spektakulärer Show. Quelle: Push Hands (Tuishou).